Queerfeindliche Straftaten in Hessen erreichen neuen Höchststand

15. Mai 2026
1 min Lesezeit

Queerfeindliche Straftaten in Hessen erreichen neuen Höchststand

Hessen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Herausforderungen in Hessen 2025

() – Die Zahl queerfeindlich motivierter Straftaten in hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Wie das Innenministerium anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) am 17. Mai mitteilte, wurden 2025 insgesamt 141 Fälle registriert.

Das sind sechs Fälle mehr als im Vorjahr und mehr als viermal so viele wie noch 2021, als 34 Taten erfasst wurden.

Innenminister Roman Poseck bezeichnete die Entwicklung als alarmierend. „Jede einzelne Tat macht einen Menschen zum Opfer, das angegriffen, bedroht, beleidigt oder verletzt wird“, sagte Poseck. Zwar habe sich die Zahl der Gewaltdelikte im Jahr 2025 mit 13 Fällen im Vergleich zum Vorjahr verringert, dennoch bleibe jede Körperverletzung und Bedrohung ein schwerwiegender Angriff.

Als Beispiel nannte Poseck einen Angriff auf ein Männerpaar in einer Kasseler Straßenbahn im Januar, bei dem die Opfer homophob beleidigt, bedroht und bespuckt wurden. Das Ministerium geht zudem von einem erheblichen Dunkelfeld aus, da viele Betroffene aus Scham oder Angst keine Anzeige erstatteten.

Poseck machte auch extrem rechte Kräfte für die Entwicklung mitverantwortlich.

Diese attackierten fortwährend die gesellschaftliche Vielfalt und beeinträchtigten zunehmend CSD-Veranstaltungen, auch in Hessen. Die hessische Polizei habe reagiert: Seit 2010 gibt es in allen Polizeipräsidien eigene Ansprechpersonen für LSBTIQ*-Bürger, aktuell 24 Beamte.

Zudem ist eine neue Sprechstunde „Gemeinsam Sicher Queer“ in Wiesbaden geplant. Poseck appellierte an die Gesellschaft, wachsam zu bleiben und Betroffenen Mut zur Anzeige zu machen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Polizei (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Zahl queerfeindlich motivierter Straftaten in Hessen erreicht neuen Höchststand mit 141 Fällen im Jahr 2025.
  • Innenminister Roman Poseck bezeichnete die Entwicklung als alarmierend und wies auf ein erhebliches Dunkelfeld hin.
  • Extrem rechte Kräfte werden für die Zunahme der Straftaten mitverantwortlich gemacht.

Warum ist das wichtig?

  • Anstieg queerfeindlich motivierter Straftaten als alarmierendes gesellschaftliches Problem
  • Notwendigkeit der Sensibilisierung und Unterstützung für Betroffene zur Anzeigeerstattung
  • Verantwortung extrem rechter Kräfte für die Zunahme solcher Taten und Beeinträchtigung gesellschaftlicher Vielfalt

Wer ist betroffen?

  • Menschen, die Opfer queerfeindlicher Straftaten werden
  • LSBTIQ*-Bürger in Hessen
  • Personen, die aus Scham oder Angst keine Anzeige erstatten

Zahlen/Fakten?

  • 141 queerfeindlich motivierte Straftaten in Hessen im Jahr 2025
  • 6 Fälle mehr als im Vorjahr (2024: 135)
  • Mehr als viermal so viele wie 2021 (34 Taten)

Wie geht’s weiter?

  • Neue Sprechstunde „Gemeinsam Sicher Queer“ in Wiesbaden planen
  • Gesellschaft zur Wachsamkeit und Unterstützung von Betroffenen aufrufen
  • Fortlaufende Schulungen und Sensibilisierung bei der Polizei verstärken
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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