Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Veränderungen im Thüringer Gastgewerbe
Halle () – Der Arbeitsmarkt im Thüringer Gastgewerbe hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Wie die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte, ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 2019 und 2025 mit rund 22.500 konstant geblieben.
Allerdings hat sich die Zusammensetzung der Belegschaft stark gewandelt: Die Zahl der deutschen Beschäftigten sank um 15 Prozent, während die der ausländischen Beschäftigten um 63 Prozent stieg.
Gleichzeitig nahm die Zahl der Minijobs von 15.600 auf 17.300 zu, und die Anzahl der Betriebe ging von 3.700 auf 3.600 zurück. Das Medianentgelt lag Ende 2024 bei 2.450 Euro brutto im Monat, womit die Branche weiterhin zu den einkommensschwächeren zählt.
Die Folgen der Corona-Pandemie wirken laut der Behörde noch immer nach.
Viele Beschäftigte wechselten in andere Branchen mit besserer Bezahlung oder familienfreundlicheren Arbeitszeiten und kehrten nicht zurück. Dies spiegelt sich auch in den rückläufigen Stellenmeldungen wider: Wurden 2019 durchschnittlich 1.100 freie Stellen gemeldet, waren es 2025 nur noch knapp die Hälfte.
Die Zahl der gemeldeten Fachkraftstellen sank um fast 500. Als Gründe nennt die Agentur unter anderem kleinere Personalbestände nach den Krisenjahren, kürzere Öffnungszeiten sowie eine schwache Konjunktur und steigende Kosten.
Auch der Ausbildungsmarkt bleibt schwierig. Im September 2019 standen 150 Bewerbern rund 500 Ausbildungsstellen gegenüber, 2025 kamen 140 Bewerber auf 250 Stellen.
Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt, da junge Menschen stärker auf Arbeitszeiten, Einkommen und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben achten. Markus Behrens, Vorsitzender der Regionaldirektion, erklärte, das Gastgewerbe müsse neue Wege gehen, um den Fachkräftebedarf zu sichern.
Dazu gehörten Qualifizierungen eigener Beschäftigter, moderne Arbeitszeitmodelle und angepasste Geschäftsmodelle.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bauarbeiter auf einer Baustelle (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Thüringer Gastgewerbe blieb konstant bei rund 22.500.
- Anteil der deutschen Beschäftigten sank um 15%, während die der ausländischen Beschäftigten um 63% stieg.
- Zahl der freien Stellen sank von 1.100 (2019) auf knapp die Hälfte (2025).
Warum ist das wichtig?
- Veränderung der Belegschaft im Thüringer Gastgewerbe hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.
- Anstieg der ausländischen Beschäftigten und Rückgang deutscher Beschäftigter beeinflusst die Branchenstruktur.
- Notwendigkeit neuer Strategien zur Sicherung des Fachkräftebedarfs.
Wer ist betroffen?
- Deutsche Beschäftigte im Thüringer Gastgewerbe
- Ausländische Beschäftigte im Thüringer Gastgewerbe
- Ausbildungsplatz-Bewerber im Thüringer Gastgewerbe
Zahlen/Fakten?
- Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 2019 bis 2025: ~22.500
- Rückgang deutscher Beschäftigter: 15%
- Anstieg ausländischer Beschäftigter: 63%
- Minijobs von 15.600 auf 17.300 gestiegen
- Betriebe von 3.700 auf 3.600 gesunken
- Medianentgelt Ende 2024: 2.450 Euro brutto
- Stellenmeldungen 2019: 1.100, 2025: knapp die Hälfte
- Rückgang gemeldete Fachkraftstellen: fast 500
- Bewerber-Ausbildungsstellen-Verhältnis 2019: 150/500, 2025: 140/250
Wie geht’s weiter?
- Fachkräftebedarf durch neue Wege sichern
- Qualifizierungen der Beschäftigten fördern
- Moderne Arbeitszeitmodelle einführen
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