Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Trends bei Elternschaft in NRW
Nordrhein-Westfalen () – Rund 30 % der erwerbstätigen Mütter und 91 % der erwerbstätigen Väter in Nordrhein-Westfalen haben im Jahr 2025 in Vollzeit gearbeitet. Dies geht aus aktuellen Daten des Landesbetriebs IT.NRW hervor.
Im vergangenen Jahr waren 88,8 % der insgesamt rund 1,5 Millionen Väter in Nordrhein-Westfalen mit minderjährigen Kindern im Haushalt erwerbstätig.
Dabei waren 9,0 % der erwerbstätigen Väter in Teilzeit tätig. Dagegen waren Mütter mit minderjährigen Kindern im Haushalt zu zwei Dritteln (66,3 %) und damit deutlich seltener erwerbstätig als Väter.
Von den erwerbstätigen Vätern mit jüngstem Kind im Alter von unter drei Jahren arbeiteten 9,2 % in Teilzeit.
War das jüngste Kind drei bis neun Jahre alt, lag die Teilzeitquote mit 10,0 % höher als in allen anderen Altersgruppen. Dieser Verlauf über die Altersgruppen zeigte sich auch bei den erwerbstätigen Müttern, allerdings bei insgesamt deutlich höheren Teilzeitquoten.
Laut der Statistik zum Elterngeld empfingen rund 373.000 Personen in NRW im Jahr 2025 Elterngeld.
Darunter waren rund 279.000 Frauen und rund 93.000 Männer. Der sog.
Väteranteil lag damit in NRW bei rund 25 %. Bei der geplanten Bezugsdauer gab es deutliche Geschlechterunterschiede: Die männlichen Elterngeldbeziehenden planten, die Leistung im Schnitt 4,0 Monate in Anspruch zu nehmen. Bei den Frauen lag die durchschnittliche geplante Bezugsdauer bei 15,1 Monaten.
Das Elterngeld soll Mütter und Väter unterstützen, die ihr Kind nach der Geburt selbst betreuen und deshalb nicht oder nicht voll erwerbstätig sein können.
Eltern können die Leistungen in Form von Basiselterngeld oder Elterngeld Plus (mit/ohne Partnerschaftsbonus) beziehen oder beides kombinieren. Das Elterngeld Plus soll insbesondere Teilzeitarbeit nach der Geburt begünstigen.
Im Jahr 2025 wählten rund 41 % aller Beziehenden – zumindest anteilig – die Variante Elterngeld Plus. Unter den männlichen Elterngeldempfängern war das Elterngeld Plus mit einem Anteil von rund 27 % jedoch weniger verbreitet als unter den weiblichen Beziehenden mit rund 45 %.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Vater, Mutter, Kind (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- 30 % der erwerbstätigen Mütter und 91 % der erwerbstätigen Väter in NRW arbeiteten 2025 in Vollzeit.
- 88,8 % der Väter mit minderjährigen Kindern im Haushalt waren erwerbstätig, jedoch nur 66,3 % der Mütter.
Warum ist das wichtig?
- Hohe Vollzeitquote der Väter unterstützt wirtschaftliche Stabilität innerhalb der Familie.
- Geringere Erwerbstätigkeit von Müttern deutet auf Herausforderungen in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf hin.
- Unterschiede in der Elterngeldnutzung reflektieren Geschlechterrollen und soziale Normen in der Elternschaft.
Wer ist betroffen?
- erwerbstätige Mütter mit minderjährigen Kindern
- erwerbstätige Väter mit minderjährigen Kindern
- Elterngeldbeziehende (Frauen und Männer)
Zahlen/Fakten?
- 30 % der erwerbstätigen Mütter und 91 % der Väter in NRW haben 2025 in Vollzeit gearbeitet
- 88,8 % der 1,5 Millionen Väter mit minderjährigen Kindern waren erwerbstätig
- Rund 373.000 Personen empfingen 2025 Elterngeld in NRW (279.000 Frauen, 93.000 Männer)
Wie geht’s weiter?
- Weitere Untersuchungen zu Erwerbstätigkeit und Elternzeit geplant
- Mögliche Anpassungen der Elterngeldregelungen in Betracht gezogen
- Analyse der Geschlechterunterschiede in der Berufstätigkeit fortsetzen
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