Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Ausgabensteigerung in der GKV Berlin
Berlin () – Die Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden in diesem Jahr voraussichtlich weitaus stärker steigen als die Einnahmen. Das geht aus einer Schätzung des IT-Dienstleisters Bitmarck hervor, über die die „Rheinische Post“ in ihrer Mittwochsausgabe berichtet.
Demnach ist 2026 von einem Anstieg der Ausgaben um sieben Prozent auszugehen, nachdem das Plus im Vorjahr 7,8 Prozent betragen hatte. Die Einnahmen in der GKV bleiben hingegen deutlich unter diesen Werten. 2025 wuchsen sie um geschätzt 3,7 Prozent, für dieses Jahr wird ein Anstieg um sechs Prozent erwartet. In der Folge dürfte der Fehlbetrag im Gesundheitsfonds in diesem Jahr auf 59 Milliarden Euro steigen. 2025 hatte er laut Bitmarck bei 52 Milliarden Euro gelegen. Die Autoren sprechen in diesem Zusammenhang von einem „hohen strukturellen Defizit“.
Zudem lagen 2025 knapp 60 Prozent der Kassen unter der erforderlichen Mindestreserve. Die Mindestreserve entspricht 20 Prozent einer Monatsausgabe und soll eigentlich dazu dienen, Schwankungen in den Ausgaben auszugleichen und die Zusatzbeiträge stabil zu halten. Durch Beitragserhöhungen soll der Anteil der Kassen unterhalb dieser Schwelle bis Jahresende zwar sinken. Trotzdem erwartet Bitmarck, dass jede dritte Krankenkasse Ende 2026 weiterhin nicht über die Mindestreserve verfügen wird.
Das Bundeskabinett hatte Ende April einen Gesetzentwurf zur GKV-Reform beschlossen. Diese soll die Defizite der Krankenkassen ausgleichen und die Beiträge der Versicherten im kommenden Jahr stabil halten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Ausgaben in der gesetzlichen Krankenversicherung steigen stärker als Einnahmen.
- Fehlbetrag im Gesundheitsfonds könnte auf 59 Milliarden Euro steigen.
- Hohe Anzahl der Kassen unter der erforderlichen Mindestreserve.
Warum ist das wichtig?
- Steigende Ausgaben in der GKV gefährden die finanzielle Stabilität
- Hoher Fehlbetrag im Gesundheitsfonds erfordert Maßnahmen zur Reform
- Viele Krankenkassen haben nicht ausreichend finanzielle Rücklagen
Wer ist betroffen?
- gesetzlich Versicherte
- Krankenkassen
- Patienten
Zahlen/Fakten?
- Ausgabensteigerung in der GKV 2026: 7 Prozent
- Einnahmensteigerung 2025: 3,7 Prozent, für dieses Jahr erwartet: 6 Prozent
- Fehlbetrag im Gesundheitsfonds 2023: 59 Milliarden Euro
Wie geht’s weiter?
- Fehlbetrag im Gesundheitsfonds könnte auf 59 Milliarden Euro steigen
- Beitragserhöhungen sollen Mindestreserve der Kassen stabilisieren
- GKV-Reform soll Defizite ausgleichen und Beiträge stabil halten
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