Brandenburg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik in Brandenburg unter Druck
Potsdam () – Die BSW-Fraktion im Brandenburger Landtag hat vor drastischen Folgen des geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes gewarnt. Das teilte der gesundheitspolitische Sprecher Andreas Kutsche am Montag in Potsdam mit.
Nach Berechnungen der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) könnten durch die geplanten Einsparungen von bundesweit rund 2,7 Milliarden Euro im ambulanten Bereich allein in Brandenburg bis zu 900.000 Arzttermine pro Jahr wegfallen.
Kutsche kritisierte die Pläne der Bundesregierung scharf. „Gesundheit darf nicht dem Spardruck der Bundesregierung geopfert werden“, erklärte er. Wer Milliarden im ambulanten Bereich streiche, verschärfe den Ärztemangel und gefährde die Versorgung besonders im ländlichen Raum.
Die Landesregierung müsse sich diesem „Irrsinn zu Lasten unserer Brandenburger Bevölkerung“ entgegenstellen. Das Gesetz treibe die Zwei-Klassen-Medizin weiter voran, Leidtragende seien vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke und Regionen mit ohnehin schlechter Versorgung.
Die BSW-Fraktion fordert als Alternative flächendeckende Medizinische Versorgungszentren und moderne Polikliniken mit sicheren Arbeitsbedingungen für Ärzte.
Die Gesundheitsversorgung müsse sich am Gemeinwohl orientieren und nicht an Sparvorgaben aus Berlin. Viele Praxen planen laut KVBB bereits, Sprechzeiten und Leistungen zu reduzieren.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- BSW-Fraktion im Brandenburger Landtag warnt vor Folgen des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes.
- Bis zu 900.000 Arzttermine pro Jahr könnten in Brandenburg wegfallen.
- Kutsche kritisiert Sparpläne der Bundesregierung und fordert flächendeckende medizinische Versorgungszentren.
Warum ist das wichtig?
- Einsparungen im Gesundheitssystem könnten zu einem massiven Rückgang von Arztterminen führen.
- Verschärfung des Ärztemangels und Gefährdung der medizinischen Versorgung, insbesondere im ländlichen Raum.
- Gefahr einer Zwei-Klassen-Medizin, die besonders vulnerable Gruppen benachteiligt.
Wer ist betroffen?
- ältere Menschen
- chronisch Kranke
- Regionen mit schlechter Versorgung
Zahlen/Fakten?
- rund 2,7 Milliarden Euro Einsparungen im ambulanten Bereich bundesweit
- bis zu 900.000 Arzttermine pro Jahr könnten in Brandenburg wegfallen
Wie geht’s weiter?
- BSW-Fraktion fordert flächendeckende Medizinische Versorgungszentren
- Kritik an Spardruck und drohendem Ärztemangel
- Gesetzesentwurf könnte Sprechzeiten und Leistungen reduzieren
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