Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Internetkriminalität in Deutschland und Spanien
Wiesbaden/Frankfurt am Main/Palma de Mallorca () – Die Neuauflage der kriminellen Online-Handelsplattform „Crimenetwork“ ist abgeschaltet worden.
Das teilten die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) – und das Bundeskriminalamt (BKA) am Freitag mit. Ein 35-jähriger deutscher Staatsbürger wurde zudem auf Mallorca festgenommen, nachdem er bereits wenige Tage nach der Abschaltung der Vorgängerversion im Dezember 2024 eine neue technische Infrastruktur aufgebaut und administriert haben soll.
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, die Plattform unter dem Namen „Crimenetwork“ wiederbelebt zu haben. Sie soll ein breites Spektrum an illegalen Waren und Dienstleistungen, darunter gestohlene Daten, Drogen und gefälschte Dokumente, angeboten haben. Die Plattform zählte laut Polizeiangaben zuletzt über 22.000 Nutzer und mehr als 100 Verkäufer. Die Strafverfolgungsbehörden sicherten umfassendes Datenmaterial, das auf einen Umsatz von mehr als 3,6 Millionen Euro schließen lasse. Zudem wurden Vermögenswerte in Höhe von rund 194.000 Euro vorläufig sichergestellt, hieß es weiter.
Die Festnahme erfolgte durch eine Spezialeinheit der spanischen Nationalpolizei auf Basis eines Europäischen Haftbefehls. Gegen den Beschuldigten besteht der Verdacht des Betreibens krimineller Handelsplattformen im Internet sowie des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Die Ermittlungen wurden in enger Zusammenarbeit mit spanischen und moldauischen Behörden sowie mit Unterstützung von Eurojust durchgeführt. Auch die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe, das Polizeipräsidium Offenburg und das Polizeipräsidium Reutlingen waren beteiligt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Spanische Polizei (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Neuauflage der Online-Handelsplattform "Crimenetwork" wurde abgeschaltet.
- Ein 35-jähriger Deutscher wurde auf Mallorca festgenommen.
- Plattform bot illegale Waren und Dienstleistungen an, mehr als 22.000 Nutzer registriert.
Warum ist das wichtig?
- Abschaltung von "Crimenetwork" verhindert illegalen Waren- und Dienstleistungsverkehr
- Festnahme des Betreibers zeigt erfolgreiche internationale Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden
- Sicherstellung von Beweisen und Vermögenswerten stärkt die Bekämpfung der Internetkriminalität
Wer ist betroffen?
- 35-jähriger deutscher Staatsbürger
- Nutzer der Plattform "Crimenetwork"
- Verkäufer auf der Plattform
Zahlen/Fakten?
- Neuauflage der Plattform "Crimenetwork" abgeschaltet
- Über 22.000 Nutzer und mehr als 100 Verkäufer
- Umsatz von mehr als 3,6 Millionen Euro, Vermögenswerte in Höhe von rund 194.000 Euro sichergestellt
Wie geht’s weiter?
- Weitere Ermittlungen durch internationale Behörden
- Mögliche Anklageerhebung gegen den Festgenommenen
- Sicherstellung zusätzlicher Beweise und Vermögenswerte
