Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
IT-Sicherheit und Phishing-Bedrohungen in Berlin
Berlin () – In der andauernden Phishing-Kampagne gegen Nutzer des Messengerdienstes Signal haben IT-Sicherheitsexperten des Security Lab von Amnesty International ein Angriffswerkzeug der mutmaßlich russischen Staatshacker ausfindig gemacht.
Es handle sich um ein in russischer Sprache programmiertes Werkzeug mit dem Namen „Apocalypse Z“, sagte Donncha Ó Cearbhaill, Leiter des Labs der Menschenrechtsorganisation, dem „Spiegel“. Ó Cearbhaill hatte im Januar selbst eine der Phishing-Nachrichten erhalten, mit denen Nutzer von einem vermeintlichen „Signal Support“ dazu gebracht werden sollen, persönliche Daten einzugeben oder einen QR-Code zu scannen. Die Angreifer können dann Zugang zu Chats erhalten oder gar komplette Signal-Konten übernehmen. Zu den Betroffenen gehören Medienberichten zufolge unter anderem Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) sowie die Bundesministerinnen Karin Prien (CDU) und Verena Hubertz (SPD).
Die Dimension der Kampagne ist nach den Analysen der Forscher deutlich größer als bislang bekannt. In der Zieldatenbank der Angreifer konnten die Amnesty-Experten Mobilnummern potenzieller Opfer sehen. „Im Januar waren es mehr als 13.700“, sagte IT-Sicherheitsforscher Ó Cearbhaill dem „Spiegel“. Der versuchte Angriff auf sein Signal-Konto sei die Nummer 13.730 in ihrer internen Datenbank gewesen. Aus einzelnen Screenshots des Schadprogramms ergibt sich, dass viele der Phishing-Nachrichten über polnische und niederländische Nummern verschickt wurden.
Von einem Verbot für Signal, wie es manche nun für die Bundesverwaltung fordern, hält der Amnesty-Experte indes nichts. Der Dienst biete weiterhin exzellente Sicherheit. Die Gefahr, zum Opfer derartiger Angriffe zu werden, sei bei anderen Diensten nicht geringer.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Computer-Nutzer (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- IT-Sicherheitsexperten von Amnesty International entdeckten ein Angriffswerkzeug namens "Apocalypse Z" im Rahmen einer Phishing-Kampagne gegen Signal-Nutzer.
- Betroffen sind unter anderem Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und die Bundesministerinnen Karin Prien und Verena Hubertz.
- Die Anzahl potenzieller Opfer in der Zieldatenbank der Angreifer übersteigt 13.700 Mobilnummern.
Warum ist das wichtig?
- Aufdeckung eines Angriffswerkzeugs von mutmaßlich russischen Hackern
- Hohe Anzahl potenzieller Opfer, über 13.700 Mobilnummern identifiziert
- Signal bietet weiterhin exzellente Sicherheit im Vergleich zu anderen Diensten
Wer ist betroffen?
- Nutzer des Messengerdienstes Signal
- Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU)
- Bundesministerinnen Karin Prien (CDU) und Verena Hubertz (SPD)
Zahlen/Fakten?
- Angreifer haben Zugang zu Chats und Signal-Konten
- Über 13.700 Mobilnummern potenzieller Opfer bekannt
- Phishing-Nachrichten wurden über polnische und niederländische Nummern verschickt
Wie geht’s weiter?
- Weiterverfolgung der Phishing-Kampagne durch IT-Sicherheitsexperten
- Erhöhung der Sicherheitsmaßnahmen für Signal-Nutzer
- Beobachtung und Analyse der Zieldatenbanken der Angreifer
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