Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaft: Wohnungsmarktregulierung in Großstädten
Berlin () – Grünen-Chef Felix Banaszak fordert neben dem Wohnungsbau eine stärkere Regulierung des Wohnungsmarktes. „Diese Idee, dass alleine durch das neue Bauen die Probleme der Menschen in den Großstädten gelöst werden, die sich keine Wohnung mehr leisten können, daran glaube ich und daran glauben wir nicht“, sagte Banaszak am Donnerstag den Sendern RTL und ntv. Man müsse auch parallel dazu in die Regulierung gehen, wo sie nötig sei.
Wer etwa in Berlin, München, Hamburg oder Köln gezwungen sei, umzuziehen, bezahle teilweise das Doppelte und Dreifache für eine kleinere Wohnung als zuvor. „Die Mieten in den Großstädten haben sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Und allein zu glauben, wenn jetzt nur gebaut wird wie sonst was, ist dieses Problem gelöst, das wäre falsch.“
Im Kabinett gebe es jetzt erste Bewegungen, räumte Banaszak ein, zum Beispiel bei Indexmieten. „Aber es ist so kompliziert. Kein Mieter wird genau identifizieren können: Wo ist denn jetzt eigentlich mein Anspruch gegenüber meinem Vermieter?“ Bei der Mietpreisbremse blieben für Vermieter weiterhin Anreize, zu sagen: „Ich kann mehr reinholen, wenn ich da noch ein Sofa reinstelle, dann ist die komplette Regulierung für mich Geschichte“, so Banaszak. Zu viele Anreize gebe es dem Grünen-Chef zufolge auch, Wohnungen spekulativ leer stehen zu lassen, um sie dann ein paar Jahre später teurer zu vermieten. „Also da ist noch einiges zu tun. Und die Schritte, die die Bundesregierung da geht, die gehen in eine richtige Richtung, aber sind viel zu zaghaft, dafür, dass Wohnen die soziale Frage unserer Zeit ist.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Felix Banaszak fordert stärkere Regulierung des Wohnungsmarktes neben Wohnungsbau
- Mieten in Großstädten haben sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt
- Kritik an Anreizen für Vermieter, Wohnungen spekulativ leer stehen zu lassen
Warum ist das wichtig?
- Notwendigkeit einer stärkeren Regulierung des Wohnungsmarktes
- Mieten in Großstädten haben sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt
- Aktuelle Maßnahmen der Bundesregierung sind zu zaghaft für die soziale Frage des Wohnens
Wer ist betroffen?
- Menschen in Großstädten, die sich keine Wohnung mehr leisten können
- Mieter, die gezwungen sind, umzuziehen
- Vermieter, die von Anreizen profitieren
Zahlen/Fakten?
- Mieten in Großstädten haben sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt
- Umzüge zwingen Mieter, das Doppelte oder Dreifache für kleinere Wohnungen zu zahlen
- Bundesregierung geht in die richtige Richtung, aber Maßnahmen sind zu zaghaft
Wie geht’s weiter?
- Stärkere Regulierung des Wohnungsmarktes fordern
- Erste Bewegungen im Kabinett zu Indexmieten erkennen
- Maßnahmen zur Vermeidung von leerstehenden Wohnungen notwendig
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