Terahertz-Richtfunk soll 6G-Ausbau beschleunigen

6. Mai 2026
1 min Lesezeit

Terahertz-Richtfunk soll 6G-Ausbau beschleunigen

Baden-Württemberg - Was ist passiert – was dahinter steckt

Technologie und Forschung in Stuttgart

() – Die Universität Stuttgart hat eine Terahertz-Richtfunkverbindung entwickelt, die den Ausbau des 6G-Mobilfunknetzes vorantreiben soll. Das teilte die Hochschule am Mittwoch mit.

Die Funkstrecke arbeitet mit einer Frequenz von 300 Gigahertz und erreicht Datenraten von bis zu 200 Gigabit pro Sekunde – etwa zehnmal mehr als im konventionellen Richtfunk üblich.

Entwickelt wurde die Technologie am Institut für Robuste Leistungshalbleitersysteme unter der Leitung von Ingmar Kallfass. Die Funkverbindung verbindet zwei Punkte auf dem Campus über eine Distanz von rund 100 Metern.

Anders als optische Systeme wie Laser funktioniert die Terahertz-Technologie auch bei Regen, Nebel oder Schnee zuverlässig. Die Forscher sehen darin eine kostengünstige Alternative zur Glasfaser, insbesondere für den Anschluss von Basisstationen im sogenannten Backhaul-Netz.

Die Technologie soll vor allem dort zum Einsatz kommen, wo der Glasfaserausbau schwierig oder teuer ist – etwa in ländlichen Gebieten oder in den Alpen.

Bereits 2024 demonstrierte das Team eine erste 6G-Berg-Tal-Verbindung. Die Entwicklung ist Teil des Projekts „Open6GHub+“, das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert wird.

Beteiligt sind neben der Universität Stuttgart das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik und das Karlsruher Institut für Technologie.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Handy-Sendemast (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Universität Stuttgart entwickelt Terahertz-Richtfunkverbindung für 6G-Mobilfunknetz
  • Funkstrecke arbeitet mit 300 Gigahertz und erreicht 200 Gigabit pro Sekunde
  • Technologie soll kostengünstige Alternative zur Glasfaser in ländlichen Gebieten bieten

Warum ist das wichtig?

  • Vorantreiben des 6G-Mobilfunknetzes
  • Kostengünstige Alternative zur Glasfaser in schwer zugänglichen Gebieten
  • Hohe Datenraten von bis zu 200 Gigabit pro Sekunde

Wer ist betroffen?

  • Universitäten und Forschungseinrichtungen
  • Ländliche Gebiete
  • Betreiber von Mobilfunkinfrastruktur

Zahlen/Fakten?

  • Frequenz von 300 Gigahertz
  • Datenraten von bis zu 200 Gigabit pro Sekunde
  • Distanz von rund 100 Metern zwischen den Punkten

Wie geht’s weiter?

  • Demonstration einer ersten 6G-Berg-Tal-Verbindung in 2024
  • Weiterer Ausbau der Terahertz-Technologie in ländlichen Gebieten und Alpenregionen
  • Zusammenarbeit mit weiteren Forschungseinrichtungen im Projekt "Open6GHub+"
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