Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Energieversorgung in Europa: Herausforderungen und Lösungen
Düsseldorf () – Der Chef des Windkraftherstellers Vestas, Henrik Andersen, hat vor den Auswirkungen des Iran-Kriegs auf Europa gewarnt. „Europa hat sich an seinen Wohlstand gewöhnt und unterschätzt die Risiken“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Die eigentliche Krise kommt erst noch.“
Die Europäische Union müsse deutlich mehr für eine souveräne Energieversorgung tun, so Andersen. „Wir lassen immer noch zu, dass andere Regionen die Energieversorgung Europas kontrollieren.“ Andersen bemängelte, die EU rede viel, handele aber nicht im gleichen Maße.
Der Manager sprach sich außerdem dafür aus, einen europäischen Energiemanager zu bestimmen und bei monatlichen Treffen den Ausbau der erneuerbaren Energien zu überwachen. „Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird es lediglich eine neue EU-Richtlinie geben und alle 27 Mitgliedstaaten werden drei Jahre Zeit haben, sich zu überlegen, wie sie sie umsetzen, und nach drei Jahren werden wir immer noch zu 55 Prozent abhängig von Energieimporten sein“, sagte Andersen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Windrad-Bau (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Vestas-Chef Henrik Andersen warnt vor den Risiken des Iran-Kriegs für Europa.
- Andersen fordert mehr Maßnahmen der EU für eine souveräne Energieversorgung.
- Er schlägt die Ernennung eines europäischen Energiemanagers vor, um den Ausbau erneuerbarer Energien zu überwachen.
Warum ist das wichtig?
- Warnung vor unterschätzten Risiken des Wohlstands in Europa
- Notwendigkeit einer souveränen Energieversorgung und Handlung der EU
- Dringlichkeit der Überwachung und Planung beim Ausbau erneuerbarer Energien
Wer ist betroffen?
- Europa
- Europäische Union
- Henrik Andersen
Zahlen/Fakten?
- Europa ist zu 55 Prozent von Energieimporten abhängig
- Vestas, ein Windkrafthersteller, warnt vor den Folgen des Iran-Kriegs
- Vorschlag für einen europäischen Energiemanager und monatliche Treffen zur Überwachung erneuerbarer Energien
Wie geht’s weiter?
- Europa muss mehr für souveräne Energieversorgung tun
- Einführung eines europäischen Energiemanagers und regelmäßige Treffen zur Überwachung des Ausbaus erneuerbarer Energien
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