Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik in Berlin: DGB kritisiert Sparpläne
Berlin () – Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi attackiert das Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU).
„Dieser Referentenentwurf aus dem Hause Warken hat eine unverantwortliche Schlagseite zulasten der Versicherten“, sagte Fahimi der „Süddeutschen Zeitung“. Den gesetzlich Versicherten drohten durch das Gesetz sowohl massive Leistungskürzungen als auch höhere Privatzuzahlungen, so Fahimi. „Solche ungerechten Einschnitte werden unsere Leute nicht schweigend akzeptieren.“ Die Bundesregierung dürfe nicht bei denen kürzen, die ohnehin schon schwer belastet seien.
Gesundheitsministerin Warken hatte vor wenigen Tagen einen Plan präsentiert, wie sie rund 20 Milliarden Euro im Gesundheitssystem sparen will, damit die Kassenbeiträge nicht noch weiter steigen. Ihr Gesetzentwurf sieht Belastungen für alle im Gesundheitssystem vor. Er soll kommenden Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. Derzeit laufen noch Verhandlungen in der Bundesregierung, ob Punkte im Gesetz geändert werden sollten.
Dem DGB missfallen vor allem die Sparideen, die Beschäftigte treffen würden. Warken will beispielsweise das Krankengeld senken. „Das ist ein harter Schlag für Menschen mit schweren oder chronischen Erkrankungen“, sagte Fahimi. „Gleichzeitig sollen die Zuzahlungen für Medikamente steigen, obwohl viele schon jetzt die laufend steigenden Kosten des alltäglichen Bedarfs kaum stemmen können.“ Das Grundversprechen, dass Gesundheit nicht vom Geldbeutel abhängen dürfe, werde durch diese Reform ernsthaft infrage gestellt. DGB-Chefin Fahimi fordert daher: „Diese Kürzungspläne müssen sofort vom Tisch.“ Sie plädiert stattdessen für eine solidarische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi kritisiert das Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken.
- Geplante Leistungskürzungen und höhere Privatzuzahlungen für gesetzlich Versicherte.
- Forderung nach sofortiger Streichung der Kürzungspläne und solidarischer Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung.
Warum ist das wichtig?
- Massive Leistungskürzungen und höhere Privatzuzahlungen gefährden die Versicherten.
- Ungerechte Einschnitte könnten soziale Ungleichheiten verstärken.
- Die Reform stellt das Grundversprechen der Gesundheitssicherung in Frage.
Wer ist betroffen?
- gesetzlich Versicherte
- Menschen mit schweren oder chronischen Erkrankungen
- Beschäftigte im Gesundheitssystem
Zahlen/Fakten?
- 20 Milliarden Euro Einsparungen im Gesundheitssystem geplant
- Kürzungen und höhere Privatzuzahlungen drohen gesetzlich Versicherten
- Senkung des Krankengeldes und steigende Zuzahlungen für Medikamente vorgesehen
Wie geht’s weiter?
- Kabinettbeschluss über das Gesetz für Mittwoch geplant
- Verhandlungen in der Bundesregierung über Änderungen laufen
- DGB fordert sofortige Streichung der Kürzungspläne
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