Baden-Württemberg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Nachhaltige Forstwirtschaft in Baden-Württemberg
Stuttgart () – Anlässlich des morgigen internationalen Tags des Baumes hat Baden-Württembergs Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, die Bedeutung der Zitterpappel für den Waldumbau hervorgehoben. Die Zitterpappel, die in diesem Jahr als Baum des Jahres ausgezeichnet wurde, habe sich nach den Schadereignissen der vergangenen Jahre als besonders widerstandsfähig erwiesen.
Sie besiedle kahle Waldflächen in Rekordzeit, schütze den Boden vor Austrocknung und bereite den Weg für klimafeste Laubmischwälder, teilte Hauk am Freitag mit.
Das Land setze im Rahmen seiner Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie verstärkt auf Laubholz als Rohstoff der Zukunft. Mit dem Technikum Laubholz in Göppingen werde erforscht, wie sich die Fasern der schnellwachsenden Zitterpappel für Hochleistungswerkstoffe nutzen lassen.
Das Spektrum reiche von neuartigen Textilfasern bis hin zu biobasierten Carbonfasern für den Leichtbau, wodurch fossile Kunststoffe ersetzt und die regionale Wertschöpfung erhöht werden sollen.
Auch im Bauwesen biete die Zitterpappel neue Chancen. Im Zuge der Holzbau-Offensive Baden-Württemberg werde der Einsatz von Pappelholz im konstruktiven Bereich untersucht.
Erste Ergebnisse eines Forschungsprojekts der Hochschulen Rottenburg und Biberach zeigten die technische Machbarkeit neuer Anwendungen. Die Kaskadennutzung vom ökologischen Schutzwald über den Holzbau bis zur stofflichen Verwertung sichere Arbeitsplätze im Ländlichen Raum, betonte Hauk.
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