Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaftliche Entwicklung in Thüringen 2023
Erfurt () – Die Thüringer Industrie hat in den ersten beiden Monaten des Jahres einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik am Dienstag mitteilte, erzielten die Betriebe des Bergbaus und des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 oder mehr Beschäftigten einen nominalen Gesamtumsatz von 5,6 Milliarden Euro.
Das entspricht einem Minus von 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wobei ein Arbeitstag weniger zu Buche schlug. Preisbereinigt fiel der Rückgang mit 9,4 Prozent sogar noch stärker aus.
In 15 von 22 Kreisen und kreisfreien Städten lagen die Umsätze unter dem Vorjahresniveau.
Den stärksten prozentualen Einbruch verzeichnete der Ilm-Kreis mit einem Minus von 28,6 Prozent, was einem absoluten Rückgang von 276,7 Millionen Euro entspricht. Ebenfalls deutliche Rückgänge gab es im Landkreis Eichsfeld (-16,8 Prozent) und im Wartburgkreis (-7,7 Prozent).
Nur vier Landkreise und drei kreisfreie Städte konnten ihre Umsätze steigern.
Zu den Gewinnern zählen die Stadt Erfurt mit einem Plus von 7,3 Prozent, der Saale-Holzland-Kreis (+5,6 Prozent) und der Unstrut-Hainich-Kreis (+7,0 Prozent). Die Exportquote der Thüringer Industrie stieg leicht auf 38,8 Prozent an.
Spitzenreiter bei den Exporten ist die Stadt Jena, wo 75,4 Prozent des Umsatzes im Ausland erzielt werden. Insgesamt waren in den erfassten Betrieben im Monatsdurchschnitt 135.007 Personen beschäftigt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Kraftwerk (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Thüringer Industrie verzeichnet Umsatzrückgang von 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
- Ilm-Kreis hat stärksten Rückgang mit minus 28,6 Prozent, während Erfurt Umsatzplus von 7,3 Prozent erzielt.
- Exportquote der Thüringer Industrie steigt leicht auf 38,8 Prozent.
Warum ist das wichtig?
- Rückgang des Umsatzes in der Thüringer Industrie signalisiert wirtschaftliche Schwäche
- Hohe Abstufung in vielen Kreisen könnte auf regionalen Problemen hinweisen
- Steigende Exportquote zeigt trotz Umsatzrückgang Potenzial für internationale Märkte
Wer ist betroffen?
- Thüringer Industrie
- Betriebe des Bergbaus und Verarbeitenden Gewerbes
- Beschäftigte in den erfassten Betrieben
Zahlen/Fakten?
- nominaler Gesamtumsatz: 5,6 Milliarden Euro
- Rückgang im Vergleich zum Vorjahr: 8,5 Prozent
- stärkster Rückgang im Ilm-Kreis: 28,6 Prozent (absolute Rückgang: 276,7 Millionen Euro)
- Exportquote: 38,8 Prozent
- Stadt Jena: 75,4 Prozent Umsatz im Ausland
- durchschnittliche Beschäftigtenzahl: 135.007 Personen
Wie geht’s weiter?
- Beobachtung der Umsatzentwicklung in den nächsten Monaten
- Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft überlegen
- Förderung von lokalen Unternehmen und Exporten prüfen
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