Baden-Württemberg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Weinbau und Naturschutz in Ludwigsburg
Ludwigsburg () – Der Landkreis Ludwigsburg hat sich zur Sicherung der terrassierten Weinbergsteillagen positioniert und sieht trotz des Willens zum Erhalt der Kulturlandschaft nur begrenzte Handlungsmöglichkeiten. Das teilte die Kreisverwaltung in einer Stellungnahme auf einen offenen Brief der exNicrum Weinmanufaktur aus Hessigheim mit.
Landrat Dietmar Allgaier betonte, dass in den vergangenen Jahren bereits Initiativen wie die Regionalentwicklung Neckarschleifen angestoßen wurden, einzelne Vorhaben aber an rechtlichen oder finanziellen Hürden scheiterten.
Die im Brief vorgeschlagenen Ideen seien geprüft worden, hieß es weiter. Die Steillagen unterlägen bereits umfassenden Schutzregelungen, aus denen sich jedoch keine ausreichenden Finanzmittel für den langfristigen Erhalt generieren ließen.
Ein 2024 in Auftrag gegebenes Gutachten habe zudem keine neuen Fördermöglichkeiten jenseits der bestehenden EU-Programme aufgezeigt. Weitere finanzielle Unterstützung wäre nur über aufwendige Verfahren auf EU-Ebene möglich.
Positiv bewertet der Landrat den Vorschlag, durch freiwilligen Flächentausch Kernzonen für den Weinbau zu bilden.
Diesen Ansatz wolle die Verwaltung mit einem gebührenfreien Verfahren unterstützen. Trotz aktueller Rückschläge, wie der Ablehnung eines Förderantrags, werde das Engagement fortgesetzt, um Lösungen zu finden und für die Bedeutung der Steillagen zu sensibilisieren.
Allgaier dankte abschließend den Bewirtschaftern und Ehrenamtlichen vor Ort für ihren Einsatz.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Landkreis Ludwigsburg sieht begrenzte Handlungsmöglichkeiten zur Sicherung der Weinbergsteillagen.
- Vorschläge der exNicrum Weinmanufaktur wurden geprüft, jedoch ohne neue Finanzierungsquellen.
- Landrat unterstützt Vorschlag für freiwilligen Flächentausch zur Bildung von Kernzonen für den Weinbau.
Warum ist das wichtig?
- Erhalt der Kulturlandschaft und Schutz der Weinbergsteillagen sind entscheidend für die regionale Identität und Wirtschaft.
- Begrenzte Handlungsmöglichkeiten und Finanzierung stehen dem langfristigen Erhalt entgegen.
- Unterstützung durch die Verwaltung für innovative Ansätze wie Flächentausch zur Verbesserung der Rahmenbedingungen.
Wer ist betroffen?
- Landkreis Ludwigsburg
- Bewirtschafter und Ehrenamtliche vor Ort
- exNicrum Weinmanufaktur aus Hessigheim
Zahlen/Fakten?
- Der Landkreis Ludwigsburg hat begrenzte Handlungsmöglichkeiten zur Sicherung der Weinbergsteillagen.
- Ein 2024 in Auftrag gegebenes Gutachten zeigte keine neuen Fördermöglichkeiten.
- Es gibt bereits umfassende Schutzregelungen für die Steillagen, aber keine ausreichenden Finanzmittel.
Wie geht’s weiter?
- Prüfung weiterer Initiativen und Konzepte zur Förderung der Steillagen
- Unterstützung des Flächentausches zur Bildung von Kernzonen für den Weinbau
- Fortsetzung des Engagements zur Sensibilisierung für die Bedeutung der Steillagen
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