Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Humanitäre Krise im Libanon
Berlin () – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt vor einer humanitären Katastrophe im Libanon angesichts der anhaltenden Angriffe Israels.
DRK-Präsident Hermann Gröhe sagte der „Rheinischen Post“ (Samstag): „Zahlreiche Krankenhäuser sind aufgrund der vielen Verwundeten überfüllt und es droht ein Engpass von bestimmten Arzneimitteln und Materialien, insbesondere wenn die Angriffe anhalten sollten.“
Gröhe ergänzte: „Die humanitäre Lage in Libanon hat sich nochmals deutlich verschlimmert.“ In den letzten Tagen seien zunehmend dicht besiedelte Gebiete ohne ausreichende Vorwarnung unter Beschuss geraten. „Die Folgen sind noch gar nicht ganz abzusehen, aber wir müssen von Hunderten Toten und mehr als tausend verletzten Zivilisten ausgehen. Dadurch hat der bewaffnete Konflikt ein neues, nochmals verheerenderes Ausmaß erreicht.“
Der DRK-Präsident sagte weiter: „Es empört mich und erfüllt mich mit großer Sorge, dass weltweit immer öfter zivile Opfer in Kauf genommen und selbst humanitär Helfende im Einsatz getötet werden“. In den Jahren 2024 und 2025 seien weltweit jeweils mehr als 300 humanitär Helfende im Einsatz ums Leben gekommen, viele davon von den DRK-Schwestergesellschaften. „Auch in diesem Jahr wurden schon Helfende getötet, unter anderem einer vom Libanesischen Roten Kreuz.“
Gröhe rief dazu auf, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten. Es gebe Regeln, „welche ein Mindestmaß an Menschlichkeit eben gerade auch in bewaffneten Konflikten bewahren sollen“. So seien zum Beispiel Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal zu schonen und die Zivilbevölkerung zu schützen. „Es ist unerlässlich, dass alle Konfliktparteien diese Regeln befolgen“, forderte Gröhe.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Hermann Gröhe (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- DRK warnt vor humanitärer Katastrophe im Libanon aufgrund anhaltender Angriffe Israels.
- Zahlreiche Krankenhäuser sind überfüllt, droht Engpass bei Arzneimitteln und Materialien.
- Humanitäre Lage hat sich verschlechtert, es ist von Hunderten Toten und über tausend verletzten Zivilisten auszugehen.
Warum ist das wichtig?
- Warnung vor humanitärer Katastrophe im Libanon durch anhaltende Angriffe
- Zunehmende zivile Opfer und Gefährdung von humanitären Helfenden
- Notwendigkeit der Einhaltung des humanitären Völkerrechts zur Wahrung von Menschlichkeit
Wer ist betroffen?
- Zivilisten im Libanon
- Humanitäre Helfende weltweit
- medizinisches Personal
Zahlen/Fakten?
- Hunderte Tote und mehr als tausend verletzte Zivilisten im Libanon.
- In den Jahren 2024 und 2025 über 300 humanitäre Helfende weltweit ums Leben gekommen.
- Bereits in diesem Jahr wurden Helfende getötet, darunter ein Mitglied des Libanesischen Roten Kreuzes.
Wie geht’s weiter?
- DRK warnt vor humanitärer Katastrophe im Libanon
- Appell an Einhaltung des humanitären Völkerrechts
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