Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik in Berlin: Kubickis FDP-Kandidatur
Berlin () – Wolfgang Kubicki hat seine Bewerbung als FDP-Parteivorsitzender gegen Kritik aus den eigenen Reihen verteidigt.
„Lieber ein altes Schlachtross als ein lahmes Steckenpferd“, sagte Kubicki dem Tagesspiegel mit Blick auf Äußerungen der FDP-Europaabgeordneten Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Kubicki kündigte an, er wolle die FDP wiederbeleben.
„Ich bin 56 Jahre Mitglied der FDP und ich könnte es nicht ertragen, mitansehen zu müssen, wie die Partei zugrunde geht. Ich will alles dafür tun, um das zu verhindern“, sagte der 74-Jährige. Dass er mit seinem Alter keinen Neuanfang verkörpere, sei ihm bewusst. „Ich bin nicht die Zukunft der FDP, aber ich will, dass meine Partei überhaupt noch eine Zukunft hat“, sagte Kubicki dem Tagesspiegel.
Zu seiner Kandidatur sei er von vielen Leuten gedrängt worden, erklärte der frühere Bundestagsvizepräsident. „Den letzten Kick gab mir Christian Lindner am Donnerstag.“ Der frühere FDP-Vorsitzende habe ihm gesagt, die Partei sei am Ende, sollte Kubicki sie nicht übernehmen. „Ich habe ihm dann gesagt, er sei ein lustiges Kerlchen. Er verdient jetzt gutes Geld in der freien Wirtschaft und schiebt den Kinderwagen durch den Park“, sagte Kubicki.
Trotzdem habe Lindner recht: „Jemand muss jetzt den Karren aus dem Dreck ziehen.“ Sein Ziel sei es, die Partei wieder über die Fünfprozenthürde zu hieven. Dafür gibt sich Kubicki selbst ein Jahr. „Im Mai 2027 haben wir wieder FDP-Vorstandswahlen. Wenn wir bis dahin keinen Erfolg haben, dann war es das endgültig für mich.“
Eine Abfrage der hatte am Montag ergeben, dass mehrere Mitglieder hinter Kubickis Kandidatur stehen. Für NRW-Landeschef Henning Höne, der auf dem FDP-Bundesparteitag Ende Mai ebenfalls als Parteichef kandidieren will, sprach sich öffentlich Marie-Agnes Strack-Zimmermann aus, ansonsten wollte sich für ihn auf dts-Anfrage aber zunächst niemand aus dem FDP-Vorstand positionieren.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Wolfgang Kubicki (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Wolfgang Kubicki verteidigt seine Kandidatur als FDP-Parteivorsitzender gegen interne Kritik.
- Er möchte die FDP wiederbeleben und strebt an, die Partei über die Fünfprozenthürde zu bringen.
- Kubicki kündigt an, ein Jahr Zeit für Erfolge zu haben, bevor er seine Kandidatur bewertet.
Warum ist das wichtig?
- Wiederbelebung der FDP als zentrales Ziel
- Bedeutung der Partei für die politische Landschaft
- Dringlicher Handlungsbedarf zur Vermeidung des Parteiverfalls
Wer ist betroffen?
- Wolfgang Kubicki
- Marie-Agnes Strack-Zimmermann
- Christian Lindner
Zahlen/Fakten?
- 74 Jahre alt
- 56 Jahre Mitglied der FDP
- Ziel: Über die Fünfprozenthürde bis Mai 2027
Wie geht’s weiter?
- Kubicki will FDP wiederbeleben und über fünf Prozent bringen.
- Ziel: Erfolgreiche Parteiwahlen im Mai 2027.
- Unterstützung durch Mitglieder, aber interne Kritik bleibt bestehen.
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