Deutlich mehr Mindestlohn-Verstöße in Sachsen-Anhalt

2. April 2026
1 min Lesezeit

Deutlich mehr Mindestlohn-Verstöße in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Entwicklungen in Sachsen-Anhalt

() – Der Zoll hat bei Arbeitgebern in -Anhalt im vergangenen Jahr deutlich mehr Verstöße gegen das Mindestlohngesetz festgestellt. 221 Bußgeldverfahren wurden eingeleitet, im Vergleich zu 178 Verfahren im Vorjahr, berichtet die „Mitteldeutsche Zeitung“ unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.

Damit stieg die Zahl der festgestellten Verstöße mit Mindestlohnbezug in um ein Viertel.

Die Zahl der kontrollierten Arbeitgeber erhöhte sich hingegen nur geringfügig um zwei Prozent. Die zum Zoll gehörende Finanzkontrolle Schwarzarbeit führt die wachsende Zahl an Treffern darauf zurück, dass sie gezielt besonders betrugsanfällige Branchen unter die Lupe nimmt.

„Wir prüfen risiko-orientiert, und das scheint Früchte zu tragen“, sagte Behördensprecher André Schneevoigt der MZ.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 691 Arbeitgeber kontrolliert. Besonders intensiv sind die Kontrollen im Bauhaupt- und Baunebengewerbe (174 geprüfte Arbeitgeber), in Gastronomie und Hotellerie (122) sowie mit deutlichem Abstand im Friseur- und Kosmetikgewerbe (43).

Die Linke sieht politischen Handlungsbedarf.

„Die steigende Zahl der Verfahren zeigt: Mindestlohnverstöße sind kein Randphänomen“, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag, Wulf Gallert. „Wer Beschäftigte unter dem Mindestlohn bezahlt, begeht Lohndiebstahl.“

Auch die Höhe des Mindestlohns sei nicht angemessen. Wer Vollzeit arbeite, müsse auch von seinem Lohn leben können, ohne auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein, so Gallert.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Euromünzen (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Zoll stellte in Sachsen-Anhalt mehr Verstöße gegen das Mindestlohngesetz fest, 221 Bußgeldverfahren 2022.
  • Zahl der kontrollierten Arbeitgeber stieg nur um zwei Prozent, jedoch mehr Prüfungen in risikobehafteten Branchen.
  • Linke fordert politischen Handlungsbedarf und kritisiert die Angemessenheit des Mindestlohns.

Warum ist das wichtig?

  • Anstieg der Mindestlohnbetrugsfälle zeigt ein ernsthaftes Problem im Arbeitsmarkt
  • Erfordert politische Maßnahmen zur Verbesserung der Einhaltung des Mindestlohngesetzes
  • Wichtig für den Schutz der Arbeitnehmerrechte und die Sicherstellung fairer Löhne

Wer ist betroffen?

  • Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt
  • Beschäftigte unter dem Mindestlohn
  • Branche: Bauhaupt- und Baunebengewerbe, Gastronomie und Hotellerie, Friseur- und Kosmetikgewerbe

Zahlen/Fakten?

  • 221 Bußgeldverfahren im Jahr 2022, gegenüber 178 im Vorjahr
  • Anstieg der Verstöße um 25%
  • 691 kontrollierte Arbeitgeber insgesamt

Wie geht’s weiter?

  • Weitere Kontrollen in risikobehafteten Branchen
  • Politische Diskussion über Anpassung des Mindestlohns
  • Mögliche gesetzliche Maßnahmen gegen Lohndiebstahl
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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