Dax lässt geringfügig nach – Brenntag-Aktien gefragt

24. März 2026
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Dax lässt geringfügig nach – Brenntag-Aktien gefragt

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Dax unter Druck in Frankfurt

Frankfurt/Main () – Am Dienstag hat der Dax geringfügig nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 22.637 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start hielt sich der Dax unter Schwankungen im roten Bereich.

„Die Unsicherheit über die Situation im Nahen Osten hat die Anleger rund um den Globus, egal ob privat oder professionell, weiter voll im Griff“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Als wenn das nicht bereits genug wäre, setzt die Spekulation über einen möglichen Insiderhandel im Vorfeld des gestern für turbulente Marktbewegungen sorgenden Posts von US-Präsident dem Ganzen die Krone auf. Während fast alle Investoren versuchen, unter größtmöglicher Unsicherheit Anlageentscheidungen zu treffen, weiß offenbar eine kleine Gruppe mehr als der Rest der Welt. In dieser Gemengelage eigene oder auch Entscheidungen für seine Kunden zu treffen, ist nahezu unmöglich.“

Der Großteil der Marktteilnehmer halte sich daher vorerst weiter zurück und positioniere sich an den Seitenlinien. „Die Nachrichtenlage bleibt undurchsichtig und das Risiko einer weiteren Eskalation im Nahen Osten ist ein stetiger Begleiter der Investoren“, so Lipkow. „In den USA steigen die US-Renditen weiter und drücken die Inflationssorgen wegen der steigenden Energiepreise aus. Anleger treibt die Frage um, wie hoch die direkten Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf den Konsum und die Preise insgesamt in den USA und Europa sein werden.“

Zusätzlich verschlechtere sich die Lage bei den privaten Krediten weiter und schüre Befürchtungen eines neuen Krisenherds in den USA, erklärte der Analyst. „Immer mehr große Private-Equity-Unternehmen limitieren die Verfügbarkeit der abgerufenen Anlagegelder“, so Lipkow. „Dem Dax bleibt vor diesem Hintergrund nichts anderes übrig, als richtungslos unter großen Schwankungen in einer Seitwärtsbewegung zu verharren. Aber das ist in diesen Stunden bereits als Erfolg zu werten.“

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Brenntag und BASF an der Spitze der Kursliste. Am Tabellenende fanden sich die Aktien von Scout 24 und SAP.

Unterdessen sank der Gaspreis deutlich: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im April kostete 54 Euro und damit fünf Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg hingegen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 103,70 US-Dollar, das waren 3,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1589 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8629 Euro zu haben.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frankfurter Börse

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Dax fiel um 0,1 Prozent auf 22.637 Punkte.
  • Anleger bleiben unsicher aufgrund der Situation im Nahen Osten und möglichem Insiderhandel.
  • Gaspreis sank, Ölpreis stieg um 3,7 Prozent.

Warum ist das wichtig?

  • Unsicherheit über die Situation im Nahen Osten beeinflusst globales Anlegerverhalten.
  • Spekulation über möglichen Insiderhandel erschwert fundierte Anlageentscheidungen.
  • Marktteilnehmer positionieren sich zurückhaltend aufgrund undurchsichtiger Nachrichtenlage und wirtschaftlicher Risiken.

Wer ist betroffen?

  • Anleger rund um den Globus
  • Private-Equity-Unternehmen
  • Marktteilnehmer und Investoren

Zahlen/Fakten?

  • Dax bei 22.637 Punkten, Minus von 0,1 Prozent
  • Gaspreis sank auf 54 Euro/MWh, Minus von 5 Prozent
  • Ölpreis stieg auf 103,70 US-Dollar pro Fass, Plus von 3,7 Prozent

Wie geht’s weiter?

  • Dax bleibt weltweit unter Unsicherheit bezüglich Nahost-Konflikt und spekulativem Insiderhandel zurückhaltend.
  • Beobachtung der Entwicklung privater Kredite und deren Auswirkungen auf Märkte.
  • Seitwärtsbewegung des Dax als vorübergehender Erfolg in volatilen Märkten.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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