AfD-Vorstand zieht Ausschlussantrag gegen Jugendfunktionär zurück

24. März 2026
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AfD-Vorstand zieht Ausschlussantrag gegen Jugendfunktionär zurück

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politische Entwicklungen in der AfD Schleswig-Holstein

() – Der Bundesvorstand der AfD hat am Montagabend offenbar einstimmig beschlossen, doch keinen Antrag auf Parteiausschluss gegen den Jugend-Funktionär Kevin Dorow einzureichen. Wie die „Welt“ berichtet, wurde ein Deal mit dem 27-Jährigen vereinbart: Dorow tritt von sämtlichen Ämtern in der Partei sowie im Jugendverband Generation (GD) zurück. Dafür wird die Parteispitze beim Landesschiedsgericht der AfD lediglich eine zweijährige Ämtersperre gegen Dorow beantragen.

Dorow ist Beisitzer im Bundesvorstand der Generation Deutschland, Beisitzer im schleswig-holsteinischen Landesvorstand der AfD sowie Vize-Fraktionschef im Kreistag Rendsburg-Eckernförde. Im Ausschlussantrag vom Februar hatte der AfD-Bundesvorstand einen schweren Vorwurf erhoben. Vier Äußerungen von Dorow legten „jedenfalls in ihrer Gesamtheit offensichtlich eine Nähe zum Nationalsozialismus“ nahe. Die AfD wolle nicht mit „den Nationalsozialismus gutheißenden Einstellungen“ in Verbindung gebracht werden.

Durch die Vorgänge sei Dorow „als Parteimitglied untragbar“ geworden, heißt es darin; er habe der AfD „schwer geschadet“. Nachdem das Ausschlussverfahren durch einen Bericht von Politico bekannt geworden war, hatten zahlreiche Funktionäre und Mandatsträger der Partei scharfe Kritik am Bundesvorstand geübt.

„Ich begrüße die Entscheidung des Bundesvorstands, das Parteiausschlussverfahren zurückzuziehen“, sagte Dorow der „Welt“. „Um diesen Kompromiss zu ermöglichen, die aktuelle Personaldiskussion zu befrieden und den Fokus wieder auf die politische Sacharbeit zu richten, bin ich von allen Ämtern in Partei und Jugendorganisation zurückgetreten.“

Der GD-Bundesvorsitzende Jean-Pascal Hohm sagte: „Ich hätte mir eine vollständige Rücknahme der Parteiordnungsmaßnahme gewünscht, da ich sie nach wie vor für sachlich überzogen halte. Der nun gefundene Kompromiss zeigt jedoch, dass AfD und Generation Deutschland bereit sind, aufeinander zuzugehen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Logo auf AfD-Parteitag (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • AfD-Bundesvorstand beschließt keinen Antrag auf Parteiausschluss gegen Kevin Dorow.
  • Dorow tritt von Ämtern in der Partei und im Jugendverband Generation Deutschland zurück.
  • Parteispitze beantragt lediglich eine zweijährige Ämtersperre gegen Dorow.

Warum ist das wichtig?

  • Vermeidung von Parteiausschluss zeigt Wunsch nach Einheit innerhalb der AfD.
  • Der Kompromiss könnte interne Spannungen abbauen und den Fokus auf politische Sacharbeit lenken.
  • Signalisierung, dass die AfD sich nicht mit nationalsozialistischen Einstellungen identifizieren möchte.

Wer ist betroffen?

  • Kevin Dorow
  • AfD-Bundesvorstand
  • Generation Deutschland (GD)

Zahlen/Fakten?

  • AfD-Bundesvorstand beschließt einstimmig keinen Parteiausschluss von Kevin Dorow
  • Dorow tritt von sämtlichen Ämtern in der Partei und im Jugendverband zurück
  • Antrag auf zweijährige Ämtersperre gegen Dorow wird beim Landesschiedsgericht gestellt

Wie geht’s weiter?

  • Kevin Dorow tritt von sämtlichen Ämtern zurück
  • AfD beantragt eine zweijährige Ämtersperre gegen Dorow
  • Parteispitze möchte den Fokus auf politische Sacharbeit richten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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