Hessische Regierung warnt vor Lücken im Kampf gegen Kindesmissbrauch

22. März 2026
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Hessische Regierung warnt vor Lücken im Kampf gegen Kindesmissbrauch

Hessen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Herausforderungen in Hessen

() – Die hessische Landesregierung hat vor schwerwiegenden Schutzlücken im Kampf gegen Kindesmissbrauch gewarnt. Grund ist das bevorstehende Auslaufen einer EU-Übergangsregelung, die es Kommunikationsdiensten bisher erlaubt, Missbrauchsdarstellungen freiwillig zu erkennen und an die Behörden zu melden, wie Ministerpräsident Boris Rhein und Innenminister Roman Poseck mitteilten.

Die Regelung ende Anfang April, ohne dass eine Nachfolgeregelung beschlossen sei.

Rhein forderte eine schnelle europäische Lösung und mehr Härte gegen Täter. „Kinderschänder haben ihr Recht auf Privatsphäre verwirkt“, sagte er.

Zum Schutzpaket gehöre die Speicherung von IP-Adressen und ein lebenslanger Eintrag im Führungszeugnis für Sexualstraftäter. Innenminister Poseck kritisierte, das Ausbleiben einer Anschlussregelung stehe im Widerspruch zum notwendigen Vorgehen.

Es sei zu befürchten, dass die Behörden künftig weniger Hinweise erhalten und weniger Fälle aufgedeckt werden könnten.

In sei bereits 2020 die Ermittlungseinheit ‚FOKUS‘ im Landeskriminalamt geschaffen worden. Die Zahlen für 2025 zeigten einen leichten Rückgang bei Kinderpornografie-Delikten um 6,2 Prozent, jedoch einen Anstieg bei tatsächlichen Missbrauchsfällen um 24,5 Prozent auf 1.341 Fälle.

Im vergangenen Jahr fanden zudem über 350 Präventionsveranstaltungen statt, an denen rund 15.700 Kinder, Jugendliche und Erzieher teilnahmen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Hessischer Landtag (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Hessische Landesregierung warnt vor Schutzlücken im Kampf gegen Kindesmissbrauch.
  • EU-Übergangsregelung zur freiwilligen Erkennung von Missbrauchsdarstellungen läuft aus.
  • Forderung nach schneller europäischer Lösung und härteren Maßnahmen gegen Täter.

Warum ist das wichtig?

  • Warnung vor schwerwiegenden Schutzlücken im Kampf gegen Kindesmissbrauch
  • Notwendigkeit einer schnellen europäischen Lösung und härteren Maßnahmen gegen Täter
  • Befürchtung, dass weniger Hinweise und weniger aufgeklärte Fälle zu erwarten sind

Wer ist betroffen?

  • Kinder und Jugendliche
  • Sexualstraftäter
  • Behörden

Zahlen/Fakten?

  • 6,2 Prozent Rückgang bei Kinderpornografie-Delikten bis 2025
  • 24,5 Prozent Anstieg tatsächlicher Missbrauchsfälle auf 1.341 Fälle
  • Über 350 Präventionsveranstaltungen mit rund 15.700 Teilnehmern im letzten Jahr

Wie geht’s weiter?

  • Schnelle europäische Lösung gefordert
  • Speicherung von IP-Adressen und lebenslanger Eintrag im Führungszeugnis für Sexualstraftäter angestrebt
  • Befürchtung, dass weniger Hinweise und weniger aufgeklärte Fälle resultieren
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