Bayern - Was ist passiert – was dahinter steckt
Internationale Ermittlungen im Darknet: Kinderschutz
München () – Bayerische Ermittler haben ein internationales kriminelles Netzwerk im Darknet zerschlagen, das mit kinderpornografischem Material zum Kauf lockte, die ‚Ware‘ aber nie lieferte. Das teilten die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) und das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) am Freitag mit.
Bei der weltweit koordinierten ‚Operation Alice‘ wurden mehr als 373.000 Darknet-Domains abgeschaltet, die auf über hundert Servern lagen und seit dem 17. März mit einem Sperrbanner versehen sind.
Justizminister Georg Eisenreich sprach von einem „bedeutenden Ermittlungserfolg“. Die Fakeshops hätten mit entsetzlichen Domain-Namen wie ‚Alice with Violence CP‘ oder ‚Exclusive Baby Sluts CP‘ und teils mit Bildern schweren sexuellen Missbrauchs von Kleinkindern geworben.
Nach Zahlung in Bitcoin sei jedoch nichts geliefert worden. Hinter jedem Bild stehe das unfassbare Leid eines Kindes, sagte Eisenreich.
Gegen den mutmaßlichen Betreiber der Plattformen liegt ein Haftbefehl vor.
Weltweit wird gegen etwa 600 Nutzer ermittelt, von denen 440 bereits identifiziert wurden. Sie sollen zwischen Februar 2020 und Juli 2025 Zahlungen auf den Plattformen getätigt haben.
An der Operation beteiligten sich 23 Staaten unter Koordination von Europol. In Deutschland gab es 14 Durchsuchungen in neun Bundesländern, darunter in den bayerischen Landkreisen Forchheim und Main-Spessart.
Die Ermittler setzten spezielle Tools wie den ‚Dark Web Monitor‘ und das Analyse-Tool ‚GraphSense‘ zur Verfolgung von Zahlungsströmen ein.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Polizeistreife im Einsatz (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bayerische Ermittler haben ein internationales kriminelles Netzwerk im Darknet zerschlagen, das mit kinderpornografischem Material warb, aber nichts lieferte.
- Bei 'Operation Alice' wurden über 373.000 Darknet-Domains abgeschaltet und gegen etwa 600 Nutzer ermittelt.
- 14 Durchsuchungen fanden in neun Bundesländern in Deutschland statt.
Warum ist das wichtig?
- Zerschlagung eines internationalen kriminellen Netzwerks im Darknet zur Bekämpfung von Kinderpornografie
- Verhinderung der Verbreitung kinderpornografischen Materials und Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch
- Weltweite Zusammenarbeit und koordinierte Ermittlungen stärken die internationale Strafverfolgung
Wer ist betroffen?
- Betreiber der kriminellen Plattformen
- Nutzer der Fakeshops
- Kinder, deren Bilder missbraucht wurden
Zahlen/Fakten?
- 373.000 Darknet-Domains abgeschaltet
- 23 beteiligte Staaten unter Koordination von Europol
- 14 Durchsuchungen in neun Bundesländern in Deutschland
Wie geht’s weiter?
- Fortsetzung der Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Betreiber der Plattformen
- Identifizierung und Verhaftung weiterer Nutzer geplant
- Auswertung der gesicherten Daten und Beweismittel zur weiteren Strafverfolgung
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