Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: DB Cargo plant umfassende Umstrukturierung in Berlin
Berlin () – DB-Cargo-Chef Bernhard Osburg will die hoch verschuldete Güterbahnsparte schnell zurück in die Gewinnzone führen. Er sei für 2026 zuversichtlich, „dass wir entlang unserer Managementplanung auch ins Ziel einer schwarzen Null steuern“, sagte Osburg dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland„.
Gelingen soll das mithilfe eines Kosten- und Produktivitätsprogramms. Das Sparziel: Eine Milliarde Euro bis 2030. Erreichen will Osburg das unter anderem mit dem Abbau von rund 6.000 Stellen – 4.000 im Maßnahmenprogramm und grob 2.000 im Einzelwagenverkehr. „Eine ganz zentrale Rolle spielt dabei die Erreichung höherer Produktivitäten. Und zwar keine fiktive Benchmark, sondern eine Produktivität, wie sie DB Cargo vor fünf bis sieben Jahren noch hatte“, sagte Osburg. Das betreffe alle Bereiche.
Der DB-Cargo-Vorstand will sein Unternehmen außerdem europäisch besser aufstellen. „Denn der Kern der DB Cargo, das deutsche Geschäft im Industriemotor Europas, ist schwer belastet“, sagte Osburg dem RND und ergänzte: „Aber das, was in Deutschland nicht mehr produziert wird, sondern nach anderswo in Europa abwandert, ist ja immer noch nachgefragt und es muss transportiert werden.“ Er sehe da ein großes Wachstumspotenzial.
Den teuren Einzelwagenverkehr will Osburg „in einer möglichst großen Fläche erhalten, denn er ist systemkritisch für den Standort Deutschland“. Ein Umbau stehe jedoch an. „Künftig wird es vier Haupt-Produktions-Hubs geben: Köln-Gremberg, Seelze, Mannheim, Nürnberg.“
Daneben gebe es fünf nachgelagerte Güterbahnhöfe, die Seehäfen oder große Industriecluster bedienen. „In Summe fokussieren wir uns von derzeit mehr als 30 Zugbildungsanlagen auf rund 20. Es wird außerdem weitere Anlagen geben, in denen Güterzüge abgefertigt werden“, saget Osburg. Die Zahl der Werkstätten soll auf 12 reduziert werden. „Und diese 12 wollen wir, wenn eben möglich, nicht schließen, sondern veräußern. Da gibt es durchaus Interessenten.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Zugbildungsanlage (Archiv) |
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- DB-Cargo-Chef Bernhard Osburg plant, die Güterbahnsparte bis 2026 profitabel zu machen.
- Um eine Milliarde Euro bis 2030 zu sparen, sollen 6.000 Stellen abgebaut werden.
- Fokussierung auf vier Haupt-Produktions-Hubs und Reduktion der Zugbildungsanlagen von über 30 auf rund 20.
Warum ist das wichtig?
- Ziel der DB Cargo ist die Rückkehr in die Gewinnzone bis 2026.
- Geplante Einsparungen von einer Milliarde Euro bis 2030 durch Stellenabbau und Produktivitätssteigerungen.
- Fokussierung auf eine europäische Aufstellung zur Nutzung von Wachstumspotenzial im Güterverkehr.
Wer ist betroffen?
- DB-Cargo-Chef Bernhard Osburg
- rund 6.000 Stellen im Unternehmen
- DB Cargo und dessen Mitarbeiter
Zahlen/Fakten?
- Kosten- und Produktivitätsprogramm mit einem Sparziel von einer Milliarde Euro bis 2030
- Abbau von rund 6.000 Stellen, davon 4.000 im Maßnahmenprogramm und grob 2.000 im Einzelwagenverkehr
- Reduzierung der Zugbildungsanlagen von mehr als 30 auf rund 20
Wie geht’s weiter?
- Umsetzung eines Kosten- und Produktivitätsprogramms zur Erreichung eines Sparziels von einer Milliarde Euro bis 2030
- Abbau von rund 6.000 Stellen zur Steigerung der Produktivität
- Fokussierung auf vier Haupt-Produktions-Hubs und Reduzierung der Zugbildungsanlagen auf rund 20
- Tausende Häftlinge vorzeitig aus Gefängnis entlassen - 20. März 2026
- Lehrerverband sieht Verbot von Messengerdiensten kritisch - 20. März 2026
- Merz will KI-Verordnung komplett auf den Prüfstand stellen - 20. März 2026
