Schleswig-Holstein - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Ungleichheit im Bildungssystem Schleswig-Holstein
Kiel () – Neue Auswertungen von Daten des Nationalen Bildungspanels zeigen nach Angaben des Landesverbands der Linken Schleswig-Holstein, dass der Bildungsweg von Kindern in Deutschland nach wie vor stark von der sozialen Herkunft abhängt. Analysen des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe belegen demnach, wie sich soziale Ungleichheiten von der frühen Kindheit bis zum Übergang in Studium oder Ausbildung entwickeln.
Unterschiede entstehen laut der Auswertung bereits lange vor der Schule.
Kinder aus verschiedenen sozialen Schichten nutzten frühkindliche Bildungsangebote unterschiedlich häufig und entwickelten schon im Vorschulalter unterschiedliche sprachliche und mathematische Kompetenzen. Besonders deutlich würden soziale Unterschiede beim Übergang von der Grundschule auf weiterführende Schulen, wo Kinder aus privilegierten Familien häufiger eine Gymnasialempfehlung erhielten, selbst bei vergleichbaren Leistungen.
Die Linke sieht sich durch die Ergebnisse in ihrer Forderung nach einer Schule für alle bestätigt, in der Kinder länger gemeinsam lernen. ‚Die Linke wird die Ergebnisse der aktuellen Bildungsforschung in die programmatische Vorbereitung der kommenden Landtagswahl einbringen‘, teilte Landessprecherin Jana Lemke mit.
Ziel sei ein Bildungssystem, das soziale Unterschiede ausgleiche, statt sie zu verstärken.
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