Wirtschaft: Arbeitsmarkt in Thüringen
Erfurt () – Die Arbeitslosigkeit in Thüringen ist im Juli saisonbedingt gestiegen. Wie die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Freitag mitteilte, waren 71.152 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.767 mehr als im Juni.
Gegenüber dem Vorjahresmonat sank die Zahl um 811. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,5 Prozent, nach 6,3 Prozent im Vormonat.
Der Anstieg sei vor allem auf saisonale Effekte zurückzuführen, hieß es. Mit dem Ende des Schul- und Ausbildungsjahres und der Sommerpause vieler Betriebe hätten sich viele junge Menschen arbeitslos gemeldet, während Betriebe Einstellungen zurückgestellt hätten.
Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Markus Behrens, erklärte, das Ende des Schul- und Ausbildungsjahres sowie die Sommerpause führten zu einem erwartbaren Anstieg. Gleichzeitig würden mehr Stellen gemeldet, während wirtschaftliche Unsicherheiten Neueinstellungen bremsten.
Besonders Menschen ohne Berufsabschluss hätten es zunehmend schwer, eine Beschäftigung zu finden; Qualifizierung und Weiterbildung blieben entscheidend.
Im Juli meldeten Arbeitgeber in Thüringen 3.503 neue Arbeitsstellen, 329 mehr als im Vormonat und 226 mehr als im Vorjahr. Bei den Agenturen für Arbeit und Jobcentern waren 15.682 freie Stellen gelistet, 597 mehr als vor einem Jahr.
4.385 Arbeitslose beendeten ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, 59 mehr als vor einem Jahr. Zugleich meldeten sich 6.082 Menschen aus einer Erwerbstätigkeit arbeitslos, 163 mehr als im Vorjahr.
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag nach Hochrechnung im Mai bei 774.700 Menschen; das waren 10.500 weniger als ein Jahr zuvor.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Agentur für Arbeit (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- In Thüringen ist die Arbeitslosigkeit im Juli saisonbedingt gestiegen: 71.152 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.767 mehr als im Juni
- Der Anstieg hängt laut Bundesagentur für Arbeit mit dem Ende des Schul- und Ausbildungsjahres sowie der Sommerpause zusammen
- Im Juli wurden 3.503 neue Arbeitsstellen gemeldet und 4.385 Arbeitslose beendeten ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit
Warum ist das wichtig?
- Saisonaler Anstieg der Arbeitslosigkeit zeigt, wie stark Schul- und Ausbildungsende sowie Sommerpause den Arbeitsmarkt beeinflussen
- Mehr freie Stellen und gleichzeitig wirtschaftliche Unsicherheiten können Einstellungen bremsen, was für Planung und Vermittlung entscheidend ist
- Besonders Menschen ohne Berufsabschluss haben es schwer, daher sind Qualifizierung und Weiterbildung wichtig zur Verbesserung der Beschäftigungschancen
Wer ist betroffen?
- 71.152 Menschen in Thüringen, die arbeitslos gemeldet waren
- Besonders Menschen ohne Berufsabschluss
- 6.082 Menschen, die sich aus einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet haben
Zahlen/Fakten?
- 71.152 arbeitslos gemeldet; 2.767 mehr als im Juni; 811 weniger als im Vorjahresmonat
- Arbeitslosenquote 6,5 Prozent; nach 6,3 Prozent im Vormonat
- 3.503 neue Arbeitsstellen; 329 mehr als im Vormonat; 226 mehr als im Vorjahr; 774.700 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Mai)
Wie geht’s weiter?
- Ende des Schul- und Ausbildungsjahres sowie Sommerpause führen erwartbar zu saisonbedingt mehr Arbeitslosen, während Einstellungen zurückgestellt werden
- Mehr gemeldete Stellen trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten; Qualifizierung und Weiterbildung bleiben entscheidend, besonders für Menschen ohne Berufsabschluss
- 4.385 beenden Arbeitslosigkeit durch Erwerbstätigkeit, aber 6.082 melden sich aus einer Erwerbstätigkeit arbeitslos
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