Görlitz: Kriminalermittlungen nach Einsturz
Görlitz () – Die Behörden haben Haftbefehle gegen zwei Tatverdächtige im Zusammenhang mit dem Hauseinsturz in Görlitz erlassen. Das teilten die Beamten am Dienstag mit.
Die Haftbefehle wurden durch den zuständigen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Görlitz erlassen und inzwischen eröffnet, hieß es weiter.
Die beiden Beschuldigten befinden sich bereits in anderer Sache in Haft. Deshalb wurde sogenannte Überhaft notiert: Sollten die bisherigen Haftgründe entfallen, würden die neuen Untersuchungshaftbefehle wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung in drei tateinheitlichen Fällen vollstreckt.
Die Beantragung der Haftbefehle wurde möglich, nachdem sich der Tatverdacht zum dringenden Tatverdacht verdichtet hatte. Nach aktuellen vorläufigen Sachverständigengutachten ist eine Gasexplosion als Einsturzursache bestätigt.
Die Ermittlungen zu den Ursachen der Explosion dauern an.
Die 3D-Rekonstruktion der Gasanlage durch das Landeskriminalamt Sachsen ist abgeschlossen und befindet sich in der Endbearbeitung. Das Bundeskriminalamt unterstützt die Materialuntersuchungen unter anderem von Kupferrohren mit einem Rasterelektronenmikroskop.
Zudem hat die Staatsanwaltschaft Görlitz forensisch-psychiatrische Gutachten zur Schuldfähigkeit der Beschuldigten in Auftrag gegeben. Der Zeitpunkt des Abschlusses der Ermittlungen ist noch nicht absehbar.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Festnahme mit Handschellen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Sachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Behörden erließen Haftbefehle gegen zwei Tatverdächtige im Zusammenhang mit dem Hauseinsturz in Görlitz
- Haftbefehle wegen Verdachts des gemeinschaftlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge sowie fahrlässiger Tötung erlassen; die Tatverdachtslage verdichtete sich, Gasexplosion als Einsturzursache bestätigt
- Ermittlungen dauern an, unter anderem durch abgeschlossene 3D-Rekonstruktion der Gasanlage und angeforderte forensisch-psychiatrische Gutachten zur Schuldfähigkeit
Warum ist das wichtig?
- Haftbefehle und bestätigte Gasexplosion als Einsturzursache untermauern den dringenden Tatverdacht und ermöglichen weitere Strafverfolgung
- Überhaft sichert die mögliche Vollstreckung neuer Untersuchungshaftbefehle bei Wegfall bisheriger Haftgründe
- Forensisch-psychiatrische Gutachten zur Schuldfähigkeit klären die strafrechtliche Verantwortlichkeit der Beschuldigten und beeinflussen den weiteren Verfahrensverlauf
Wer ist betroffen?
- Zwei Tatverdächtige im Zusammenhang mit dem Hauseinsturz in Görlitz
- Beschuldigte, gegen die Haftbefehle wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge sowie fahrlässiger Tötung erlassen wurden
Zahlen/Fakten?
- Zwei Tatverdächtige; Haftbefehle wegen Verdachts auf gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung in drei tateinheitlichen Fällen
- Überhaft: neue Untersuchungshaftbefehle würden bei Wegfall der bisherigen Haftgründe vollstreckt
- Gasexplosion als Einsturzursache bestätigt; 3D-Rekonstruktion abgeschlossen, Endbearbeitung; Untersuchungen u. a. mit Rasterelektronenmikroskop
Wie geht’s weiter?
- Weitere Ermittlungen zu den Ursachen der Explosion dauern an
- Forensisch-psychiatrische Gutachten zur Schuldfähigkeit wurden beauftragt, Abschlusszeitpunkt derzeit nicht absehbar
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