Rheinland-Pfalz - Was ist passiert – was dahinter steckt
Antike Hygienepraktiken in Pompeji untersucht
Mainz () – Forscher der Universität Mainz haben herausgefunden, dass die hygienischen Bedingungen in den frühen öffentlichen Bädern der antiken Stadt Pompeji schlecht waren. Das teilte die Hochschule am Dienstag mit.
Demnach stammte das Wasser in den ältesten Thermen aus Brunnen und wurde nur selten gewechselt, was zu organischen Verunreinigungen führte.
Die Wissenschaftler rekonstruierten das Wassersystem anhand von Kalkablagerungen in Leitungen und Becken. Ihre Analyse ergab, dass das Grundwasser aus vulkanischen Schichten stark mineralisiert und als Trinkwasser ungeeignet war.
Erst der spätere Bau eines Aquädukts unter Kaiser Augustus verbesserte die Wasserversorgung und ermöglichte häufigere Wasserwechsel.
Zudem wiesen die Ablagerungen erhöhte Konzentrationen von Schwermetallen wie Blei auf, was auf den Austausch von Kesseln und Rohren hindeutet. Ungewöhnliche Muster in den Isotopen könnten zudem frühe vulkanische Aktivität des Vesuvs vor dem verheerenden Ausbruch im Jahr 79 nach Christus anzeigen.
Die Studie ist im Fachmagazin „PNAS“ veröffentlicht.
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