Gesellschaft: Pflegekosten steigen in NRW
Düsseldorf () – Die Preise für Dienstleistungen in Alten- und Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen sind im ersten Halbjahr 2026 um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Das hat der Landesbetrieb IT.NRW am Donnerstag mitgeteilt.
Demnach erhöhten sich die Preise für die stationäre Pflege gesetzlich versicherter Personen um 6,8 % und die für privat versicherte Personen um 6,2 %. Die Aufwendungen für Altenwohnheime oder betreutes Wohnen verteuerten sich im selben Zeitraum um 3,5 %.
Im Fünfjahresvergleich zeigt sich, dass die Preise für die stationäre Pflege gesetzlich Versicherter zwischen 2021 und 2025 um 15,6 % gestiegen sind.
Der höchste Preisanstieg zum Vorjahr wurde dabei im Jahr 2024 gemessen (+10,5 %). Zwischen den Jahren 2021 und 2022 kam es zu einem Preisrückgang, maßgeblich dafür war die Pflegereform 2021. Die Preise für die stationäre Pflege privat Versicherter stieg zwischen 2021 und 2025 mit 25,6 % überdurchschnittlich stark an.
Zum Vergleich: Die Preise für Dienstleistungen in Altenwohnheimen und Pflegeeinrichtungen insgesamt erhöhten sich um 16,6 %.
Steigende Preise zeigen sich jedoch nicht nur in Pflegeeinrichtungen. Betroffen ist auch, wer zu Hause auf professionelle Unterstützung angewiesen ist.
Die ambulante Pflege privat Versicherter war im ersten Halbjahr 2026 um 7,1 % teurer als im Vorjahreszeitraum, die gesetzlich Versicherter um 11,9 %. Neben den direkten Pflegekosten sind auch die Preise für zusätzliche Dienstleistungen gestiegen. So verteuerte sich Essen auf Rädern im selben Zeitraum um 4,8 % und medizinische Bäder, Physiotherapie, Krankentransporte u. Ä. um 1,5 %.
Im Fünfjahresvergleich von 2021 bis 2025 verzeichnete die ambulante Pflege privat Versicherter einen Anstieg von 26,8 % und die der gesetzlich Versicherten von 35,0 %. Essen auf Rädern verteuerte sich um 28,4 %, medizinische Bäder, Physiotherapie, Krankentransporte u. Ä. um 18,2 %.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Seniorin mit Helferin (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Die Preise für Dienstleistungen in Alten- und Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen sind im ersten Halbjahr 2026 um 5,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen
- Stationäre Pflege wurde für gesetzlich Versicherte um 6,8 % und für privat Versicherte um 6,2 % teurer
- Auch ambulante Pflege sowie Zusatzleistungen wie Essen auf Rädern und medizinische Bäder/Physiotherapie/Krankentransporte sind im ersten Halbjahr 2026 teurer geworden
Warum ist das wichtig?
- Höhere Preise erhöhen die Kostenbelastung für stationäre und ambulante Pflege in Nordrhein-Westfalen und damit für Betroffene und Angehörige
- Privatzahlende zahlen spürbarer mehr, während auch gesetzlich Versicherte deutlich steigende Dienstleistungspreise sehen
- Auch Zusatzleistungen wie Essen auf Rädern sowie medizinische Bäder, Physiotherapie und Krankentransporte sind teurer geworden
Wer ist betroffen?
- Stationär Pflegebedürftige in Alten- und Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen, gesetzlich versichert
- Stationär Pflegebedürftige in Alten- und Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen, privat versichert
- Personen, die zu Hause auf ambulante professionelle Unterstützung angewiesen sind, gesetzlich oder privat versichert
Zahlen/Fakten?
-
- Halbjahr 2026: Preise stationäre Pflege gesetzlich Versicherter +6,8 %, privat Versicherter +6,2 %, Altenwohnheime/betreutes Wohnen +3,5 %
- 5-Jahresvergleich stationäre Pflege 2021–2025: gesetzlich Versicherte +15,6 %, privat Versicherte +25,6 %; jährlicher Höchstwert Vorjahr 2024: +10,5 %
-
- Halbjahr 2026 ambulante Pflege: privat +7,1 %, gesetzlich +11,9 %; Essen auf Rädern +4,8 %; medizinische Bäder/Physiotherapie/Krankentransporte +1,5 %
Wie geht’s weiter?
- Stationäre Pflege in Nordrhein-Westfalen wird im ersten Halbjahr 2026 weiter teurer: gesetzlich versicherte +6,8 %, privat versicherte +6,2 %
- Auch ambulante Pflege steigt: privat +7,1 %, gesetzlich +11,9 % sowie teils höhere Kosten für Essen auf Rädern (+4,8 %) und medizinische Leistungen (+1,5 %)
- Im Zeitraum 2021 bis 2025 stiegen stationäre Pflegekosten deutlich: gesetzlich +15,6 %, privat +25,6 %, insgesamt +16,6 %
- Berichte: Linnemann übernimmt BMG, Warken Kanzleramt - 23. Juli 2026
- Dax lässt deutlich nach – Rohölpreis steigt über 100 US-Dollar - 23. Juli 2026
- Zehneinhalb Jahre Haft nach Messerattacke auf Ex-Partnerin und deren Bekannten - 23. Juli 2026

