Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden
Aachen () – Fünf Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe im Juli 2021 haben der nordrhein-westfälische Umweltminister Oliver Krischer und der niederländische Minister für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, Vincent Karremans, am Mittwoch in Aachen einen neuen Ansatz im Hochwasserschutz gefordert. Das teilte die RWTH Aachen mit.
Beide Politiker waren zu Gast am Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der Hochschule.
„Seit 2021 haben wir 490 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert“, sagte Krischer. Der Leiter des Instituts, Holger Schüttrumpf, verwies auf vier zentrale Aspekte: Wasser müsse dort zurückgehalten werden, wo es fällt, Flüssen müsse mehr Raum gegeben werden, Objekte und Infrastruktur müssten geschützt und ein effektives Frühwarnsystem installiert werden.
Karremans betonte die jahrhundertelange Erfahrung der Niederlande im Umgang mit Wasser. „Wir müssen Deiche zurücklegen, statt sie zu erhöhen“, forderte er. Alle Redner waren sich einig, dass Hochwasserschutz nicht an Landesgrenzen enden dürfe.
In der Versuchshalle des Instituts gaben die Forscher praktische Einblicke in ihre Arbeit.
Mit großen Versuchsaufbauten simulieren sie, was an Deichen und Brücken im Hochwasserfall geschieht. „Stresstest“ sei ein neuer Begriff, der nach 2021 Einzug gehalten habe, so Schüttrumpf. „Wir werden keinen Vollkaskoschutz hinbekommen“, sagte Krischer, „aber wir müssen vorbereitet sein.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Am Brückenmodell im Vordergrund staut sich das Wasser, auf dem Podest lauschen (v.l.) den Erklärungen von Wissenschaftlerin Lisa Burghardt: Vincent Karremans, Oliver Krischer, Deichgraf Hein Pieper (NL) und Professor Holger Schüttrumpf. am 08.07.2026, Heike Lachmann via |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Regierung fordert neuen Ansatz im Hochwasserschutz fünf Jahre nach Flutkatastrophe 2021
- Investitionen von 490 Millionen Euro in den Hochwasserschutz seit 2021
- Einigkeit über grenzüberschreitenden Hochwasserschutz und praktischen Einblick in Forschungstechniken
Warum ist das wichtig?
- Wichtigkeit eines effektiven Hochwasserschutzes zur Vermeidung von Katastrophen
- Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit im Hochwassermanagement
- Bedeutung von innovativen Ansätzen und Forschung im Bereich Wasserwirtschaft
Wer ist betroffen?
- Bürger in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden
- Verantwortliche im Hochwasserschutz
- Forschungseinrichtungen im Bereich Wasserbau
Zahlen/Fakten?
- 490 Millionen Euro Investitionen in den Hochwasserschutz seit 2021
- Vier zentrale Aspekte: Wasser zurückhalten, Flüssen Raum geben, Schutz von Objekten, effektives Frühwarnsystem
- Deiche zurücklegen anstelle von Erhöhung gefordert
Wie geht’s weiter?
- Entwicklung effektiver Frühwarnsysteme
- Schutz von Infrastruktur und Objekten
- Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg
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