Bochumer Forscher entwickeln Simulationsmethode für Antikörpermedikamente

16. Januar 2026
1 min Lesezeit

Bochumer Forscher entwickeln Simulationsmethode für Antikörpermedikamente

Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Medizinische Innovationen aus Bochum

() – Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben gemeinsam mit dem Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim eine neue Simulationsmethode entwickelt, die die Entwicklung von Antikörpermedikamenten für die Selbstinjektion zu Hause vereinfachen soll. Das teilte die Hochschule mit.

Bislang müssen sich Patienten monoklonale Antikörper, die etwa gegen Autoimmun- oder Krebserkrankungen helfen, alle paar Wochen per Infusion in einer Praxis verabreichen lassen.

Das Problem bei der subkutanen Injektion sei die hohe Viskosität der Medikamente, erklärte Lars Schäfer von der Ruhr-Universität. Um wirksam zu sein, müssten die Antikörper hochkonzentriert sein, was die Flüssigkeit oft dickflüssiger als Olivenöl mache.

Der neue grobkörnige Simulationsansatz sei etwa tausendmal schneller als bisherige atomistische Simulationen und könne das Verhalten verschiedener Formulierungen realistisch vorhersagen.

Laut Michaela Blech von Boehringer Ingelheim ergänzen und erklären die Simulationen nicht nur experimentelle Ergebnisse, sondern ermöglichen auch die gezielte Planung neuer Versuche. So lasse sich etwa vorhersagen, wie bestimmte Zusatzstoffe wie die Aminosäure Arginin die Viskosität verringern.

Die Forschung wurde von Boehringer Ingelheim und der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Impfarzt

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Forscher der Ruhr-Universität Bochum und Boehringer Ingelheim entwickeln neue Simulationsmethode für Antikörpermedikamente zur Selbstinjektion.
  • Die Methode ist etwa tausendmal schneller als bisherige Simulationen und hilft, Viskositätsverhalten von Medikamenten vorherzusagen.
  • Forschung wurde von Boehringer Ingelheim und der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert.

Warum ist das wichtig?

  • Vereinfachung der Entwicklung von Antikörpermedikamenten für die Selbstinjektion
  • Reduktion der Notwendigkeit, regelmäßige Infusionen in einer Praxis durchführen zu lassen
  • Verbesserung der Medikamentenformulierung durch realistische Vorhersagen der Viskosität

Wer ist betroffen?

  • Patienten mit Autoimmun- oder Krebserkrankungen
  • Forscher der Ruhr-Universität Bochum
  • Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim

Zahlen/Fakten?

  • Tausendmal schnellere Simulation als bisherige Methoden
  • Antikörpermedikamente hochkonzentriert, dickflüssiger als Olivenöl
  • Forschung von Boehringer Ingelheim und Deutscher Forschungsgemeinschaft finanziert

Wie geht’s weiter?

  • Entwicklung neuer Antikörpermedikamente für Selbstinjektion
  • Verbesserung der Viskositätsprognosen und gezielte Planung neuer Versuche
  • Potenzielle Reduktion der Viskosität durch Zusatzstoffe analysieren
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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