Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen seit Gründung um 52,3 Prozent gestiegen

28. Juli 2026
1 min Lesezeit

Gesellschaft in

() – Die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen ist seit der Gründung des Landes im Jahr 1946 um 52,3 Prozent gestiegen. Das hat der Landesbetrieb IT.NRW am Dienstag mitgeteilt.

Demnach lebten im Gründungsjahr rund 11,8 Millionen Menschen im Land. Ende 2025 waren es knapp 18 Millionen.

Der Anteil der weiblichen Bevölkerung war vor 80 Jahren, mit 54,5 %, höher als heute (Ende 2025: 50,8 %).

Grund war die Übersterblichkeit von Männern im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Im Jahr 1946 wurden in NRW 178.600 Kinder lebend geboren; 2025 waren es mit 148.000 etwa 17 % weniger als damals. Auch in Relation zur Bevölkerungszahl zeigt sich somit eine stark rückläufige Geburtenentwicklung: Im Jahr 1946 wurden 15,5 Kinder je 1.000 Einwohner geboren – 2025 waren es nur noch 8,2 Geborene je 1.000 Einwohner.

Die höchste Geburtenzahl gab es mit 300.400 im Jahr 1964, die niedrigste mit 143.100 im Jahr 2011.

Die Zahl der Sterbefälle war im vergangenen Jahr in NRW mit 218.700 um 62 % höher als im Jahr 1946 (damals: 135.000). Diese Zunahme ist aber im Wesentlichen auf die gestiegene Einwohnerzahl zurückzuführen.

Bezogen auf die Einwohnerzahl starben im Jahr 2025 mit 12,1 mehr Menschen je 1.000 Einwohner als im Jahr 1946 (damals: 11,8).

Im Nachkriegsjahr 1946 heirateten in NRW etwa 97.000 Paare (8,4 Eheschließungen je 1.000 Einwohner). In den 1950er und 1960er Jahren erreichte die Zahl der Eheschließungen pro Jahr überdurchschnittlich hohe Werte: Im Jahr 1951 wurde mit 152.100 (11,3 je 1.000 Einwohner) der Höchststand erreicht, bevor die Zahl der Trauungen ab 1970 sukzessive bis zum Jahr 2007 auf 80.100 (4,4 je 1.000 Einwohner) zurückging.

Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg erreichte sie einen historischen Tiefstand im Jahr 2021 (76.800 Trauungen; 4,3 je 1.000 Einwohner). Seither verbleibt die Anzahl der Eheschließungen auf einem niedrigen Niveau und lag 2025 mit 76.900 Trauungen nur knapp über dem Wert von 2021.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: NRW-Landesschild (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen seit Gründung um 52,3 Prozent gestiegen

Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen ist seit der Landesgründung 1946 um 52,3 Prozent auf knapp 18 Millionen (Ende 2025) gestiegen
  • Der Anteil der weiblichen Bevölkerung sank von 54,5 Prozent (vor 80 Jahren) auf 50,8 Prozent (Ende 2025)
  • Die Zahl der Geburten ist deutlich zurückgegangen: 1946 wurden 15,5 Kinder je 1.000 Einwohner geboren, 2025 nur noch 8,2

Warum ist das wichtig?

  • Wegen des starken Bevölkerungswachstums in NRW (seit 1946 von rund 11,8 Mio. auf knapp 18 Mio. Ende 2025) und der damit verbundenen gesellschaftlichen und politischen Planungsbedarfe wie z. B. Infrastruktur und Versorgung
  • Weil die Geburtenentwicklung deutlich rückläufig ist (von 15,5 Geburten je 1.000 Einwohner in 1946 auf 8,2 im Jahr 2025), was langfristig Auswirkungen auf Demografie, Arbeitskräfte und künftige Altersstruktur hat
  • Weil die Sterbefälle deutlich zugenommen haben (2025: 218.700; 62 % mehr als 1946), was ein wichtiger Indikator für den demografischen Wandel und die zukünftige Belastung von Gesundheitssystem und Pflege ist

Wer ist betroffen?

  • Die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen
  • Frauen und Männer in NRW
  • Kinder in NRW (lebend geborene Kinder)

Zahlen/Fakten?

  • 52,3 Prozent Bevölkerungswachstum in NRW seit 1946; von ca. 11,8 Mio. (1946) auf knapp 18 Mio. (Ende 2025)
  • Geburten: 178.600 (1946) vs. 148.000 (2025); 15,5 je 1.000 Einwohner (1946) vs. 8,2 je 1.000 Einwohner (2025); höchste 300.400 (1964), niedrigste 143.100 (2011)
  • Sterbefälle: 218.700 (2025) vs. 135.000 (1946); 12,1 je 1.000 Einwohner (2025) vs. 11,8 je 1.000 Einwohner (1946); Eheschließungen: 97.000 (1946) vs. 76.900 (2025)

Wie geht’s weiter?

  • Ende 2025 leben knapp 18 Millionen Menschen in NRW, etwa 52,3 Prozent mehr als 1946 (rund 11,8 Millionen)
  • Die Geburtenentwicklung bleibt stark rückläufig, 2025 wurden etwa 148.000 Kinder lebend geboren (8,2 je 1.000 Einwohner)
  • Die Eheschließungen bleiben auf niedrigem Niveau, 2025 rund 76.900 Trauungen knapp über 2021
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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