Niedersachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Landwirtschaftspolitik in Niedersachsen im Fokus
Hannover () – Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte hat die jüngste Einigung der EU-Institutionen zur Neuregulierung der Neuen Gentechnik (NGT) scharf kritisiert. Sie warnte vor einem „Dammbruch beim europäischen Vorsorgeprinzip“, der der europäischen Landwirtschaft schade und das Verbrauchervertrauen untergrabe.
Die Einigung zwischen Ministerrat, Europaparlament und EU-Kommission sieht vor, dass bisher vom Parlament geforderte Kennzeichnungspflichten und Patentschutzregeln aufgegeben werden.
Staudte betonte, dass ohne klare Kennzeichnung „vom Acker bis zum Teller“ die Wahlfreiheit der Verbraucher verloren gehe. Zudem sieht sie die Gefahr von Monopolbildungen durch die mögliche Patentierung gentechnisch veränderter Organismen, die kleinen und mittelständischen Züchtungsunternehmen in Niedersachsen den Zugang zu Saatgut erschweren könnten.
Das proklamierte Ziel, mit NGT die Klimaanpassung zu beschleunigen, sei vorgeschoben; vielmehr würden die Interessen nicht-europäischer Konzerne gestärkt.
Hintergrund ist ein Vorschlag der EU-Kommission vom Juli 2023, der den Umgang mit Pflanzen aus neuen genomischen Techniken regeln soll. Die nun im Trilog erzielte gemeinsame Position muss noch vom Europäischen Parlament und dem Rat bestätigt werden.
Aus Sicht der Ministerin ist eine strenge Regulierung aus Umwelt- und Verbraucherschutzgründen unbedingt notwendig, eine Deregulierung hingegen „unverantwortlich“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Miriam Staudte (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte kritisiert die Einigung der EU zur Neuregulierung der Neuen Gentechnik.
- Es werden Kennzeichnungspflichten und Patentschutzregeln aufgegeben, was das Verbrauchervertrauen gefährdet.
- Staudte warnt vor Monopolbildungen und Verlust der Wahlfreiheit der Verbraucher.
Warum ist das wichtig?
- Warnung vor dem Verlust des europäischen Vorsorgeprinzips
- Gefahr von Monopolbildungen und Verlust der Wahlfreiheit der Verbraucher
- Notwendigkeit strenger Regulierung zum Schutz von Umwelt und Verbrauchern
Wer ist betroffen?
- Verbraucher
- Kleine und mittelständische Züchtungsunternehmen
- Landwirtschaft in Europa
Zahlen/Fakten?
- EU-Regulierung zur Neuen Gentechnik (NGT) kritisiert
- Kennzeichnungspflichten und Patentschutzregelungen sollen aufgegeben werden
- Gefahr von Monopolbildungen für kleine Züchtungsunternehmen in Niedersachsen
Wie geht’s weiter?
- Bestätigung der gemeinsamen Position durch das Europäische Parlament und den Rat notwendig
- Starke Regulierung aus Umwelt- und Verbraucherschutzgründen gefordert
- Warnung vor Deregulierung und ihren Folgen für Verbraucher und Landwirtschaft
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