Niedersachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Auswirkungen der Pflegeversicherung in Niedersachsen
Hannover () – Das Land Niedersachsen hat die geplanten Kürzungen von Rentenpunkten für pflegende Angehörige scharf kritisiert. Die Staatssekretärin im Sozialministerium, Christine Arbogast, bezeichnete die Pläne des Bundes als fatales Signal, wie das Ministerium am Montag mitteilte.
Die Bundesregierung hatte am Donnerstag den Ländern die Eckpunkte einer Reform der Pflegeversicherung vorgestellt.
Vorgesehen ist unter anderem, die Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige auf nur noch 50 Prozent zu kürzen. Arbogast erklärte, der Bund treffe damit diejenigen, die über 80 Prozent der zu Pflegenden versorgen.
Dies sei nicht nur unsolidarisch, sondern benachteilige insbesondere Frauen, da diese immer noch den Großteil der häuslichen Pflege übernähmen.
Kritik äußerte Arbogast auch an der geplanten stärkeren finanziellen Belastung von Pflegebedürftigen. Durch Veränderungen bei den Leistungszuschlägen für Heimbewohner solle die Belastung erhöht werden, ohne dass die Betroffenen an anderer Stelle entlastet würden.
Dies entspreche nicht den Vereinbarungen im Zukunftspakt Pflege. Ziel müsse sein, die finanzielle Belastung der Pflegebedürftigen zu begrenzen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Niedersachsen kritisiert geplante Kürzungen von Rentenpunkten für pflegende Angehörige.
- Bundesregierung plant Kürzung der Rentenversicherungsbeiträge auf 50 Prozent.
- Geplante Maßnahmen führen zu höherer finanzieller Belastung für Pflegebedürftige.
Warum ist das wichtig?
- Kürzungen von Rentenpunkten für pflegende Angehörige treffen vor allem Frauen und die meisten Pflegebedürftigen
- Erhöhte finanzielle Belastung für Pflegebedürftige widerspricht vereinbarten Zielen der Entlastung
- Fatal für die Solidarität in der Gesellschaft und die Unterstützung von pflegenden Angehörigen
Wer ist betroffen?
- pflegende Angehörige
- Frauen
- Pflegebedürftige
Zahlen/Fakten?
- Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige sollen auf 50 Prozent gekürzt werden
- Über 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden von Angehörigen versorgt
- Frauen übernehmen den Großteil der häuslichen Pflege
Wie geht’s weiter?
- Weitere Widerstände gegen die Reform der Pflegeversicherung erwarten
- Mögliche Anpassungen an den Vorschlägen der Bundesregierung erforderlich
- Verhandlungen zwischen Bund und Ländern fortsetzen
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