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Archäologische Entdeckungen in Braunschweig
Braunschweig () – Die Stadt Braunschweig hat im Zuge der Neugestaltung des Hagenmarktes umfangreiche archäologische Entdeckungen gemacht. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, erlauben die Grabungen einen tiefen Einblick in die Geschichte des Platzes, der einst von einem Wasserlauf durchzogen war und ganz anders aussah als heute.
Bei den Untersuchungen wurden unter anderem farblich behandelte Steinsegmente gefunden, bei denen es sich nach Ansicht von Fachleuten um gotisch ausgeformte Fensterzüge des mittelalterlichen Hagenrathauses handelt.
Diese waren offenbar als hochwertiges Baumaterial in den Fundamenten des späteren Opernhauses wiederverwendet worden. Zudem konnten an Holzbefunden mittels Dendrochronologie mindestens zwei mittelalterliche Bauphasen nach 1359/60 und um 1400 nachgewiesen werden.
Die Grabungen förderten auch einen mittelalterlichen Wasserlauf im westlichen Teil des Hagenmarktes zutage, möglicherweise ein Okerarm, der bis ins Spätmittelalter offen gestanden haben muss.
Weitere Funde wie Keramik aus der Zeit um 1250 bis 1300, eine Handspindel, Bronzenägel und Lederabfälle eines Schusters aus dem 13. Jahrhundert geben Aufschluss über die Nutzung des Areals. Die Stadt betonte, dass die archäologischen Arbeiten unter Hochdruck durchgeführt würden, um Bauverzögerungen gering zu halten.
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