Regional - Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gedenken an Antisemitismus in Jena
Jena () – Jena hat am Samstagabend mit einer Gedenkveranstaltung auf dem Westbahnhofsvorplatz an die Novemberpogrome von 1938 erinnert. Oberbürgermeister Thomas Nitzsche betonte in seiner Rede, dass die systematische Vernichtung jüdischen Lebens während der NS-Zeit niemals vergessen werden dürfe.
Er wies darauf hin, dass sich Antisemitismus auch heute wieder verstärkt zeige und alle Bürger wachsam sein müssten.
Der Oberbürgermeister verwies auf aktuelle Zahlen der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Thüringen, die für 2024 einen Anstieg antisemitischer Vorfälle in Thüringen um rund 33 Prozent dokumentiert habe. Besonders stark sei der Anstieg in linken und akademischen Milieus, besonders ausgeprägt in Jena.
Nitzsche mahnte, dass Antisemitismus oft verbal oder versteckt beginne und hier Zivilcourage gefragt sei.
Die Gedenkveranstaltung wurde musikalisch durch das Flötenensemble von Ilga Herzog und den ‚Klang der Stolpersteine‘ unter Leitung von Klaus Wegener begleitet. Die Aktion ‚Klang der Stolpersteine‘ hatte mit Kleinkonzerten an 68 Standorten im Stadtgebiet zum Gedenken an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus eingeladen.
Die israelischen Fahnen bei der Veranstaltung deutete Nitzsche als Symbol für das Überleben des jüdischen Volkes nach Holocaust und Pogromen.
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