Gericht: AfD Hessen darf vom Verfassungsschutz beobachtet werden

3. Juni 2026
1 min Lesezeit

Gericht: AfD Hessen darf vom Verfassungsschutz beobachtet werden

Hessen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik Hessen: AfD unter Beobachtung stellen

() – Der hessische Landesverfassungsschutz darf den AfD-Landesverband als rechtsextremen Verdachtsfall einstufen und beobachten.

Das hat am Mittwoch das Verwaltungsgericht Wiesbaden im Hauptsacheverfahren entschieden. Zugleich erklärte das Gericht, dass das Landesinnenministerium und die Behörde die Öffentlichkeit 2022 nicht über die Beobachtung der AfD unterrichten hätten dürfen.

Im Eilverfahren hatte das Gericht bereits im September 2025 die Beschwerde des AfD-Landesverbands zurückgewiesen.

Damals teilte das Gericht mit, dass die Voraussetzungen für die Einstufung als Verdachtsfall und damit als Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes, nämlich tatsächliche Anhaltspunkte für gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung gerichtete Bestrebungen, bei der AfD vorlägen.

Das Verwaltungsgericht habe unter Beachtung der Reichweite der Meinungsfreiheit der AfD im Ergebnis etwa zutreffend angenommen, dass die AfD für einen sogenannten „ethnischen Volksbegriff“ eintrete, hieß es in der Mitteilung. Es gebe hinreichende Aussagen, die sich gegen die Menschenwürde von Ausländern, insbesondere Asylsuchenden, als ethnisch „Fremde“ richteten.

Weiterhin gebe es Anhaltspunkte für eine diskriminierende Ungleichbehandlung zwischen deutschen Staatsangehörigen mit und ohne Migrationshintergrund. Es spräche auch einiges dafür, dass die AfD das Vertrauen der Bevölkerung in die Repräsentanten der Bundesrepublik von Grund auf erschüttern und damit zugleich die freiheitliche demokratische Grundordnung in ihrer Ausprägung als Demokratie- und Rechtsstaatsprinzip fragwürdig erscheinen lassen wolle, hieß es weiter.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: AfD-Logo (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Hessischer Landesverfassungsschutz stuft AfD-Landesverband Hessen als rechtsextremen Verdachtsfall ein und beobachtet ihn.
  • Verwaltungsgericht Wiesbaden entschied, dass die Öffentlichkeit 2022 nicht über die Beobachtung der AfD informiert werden durfte.
  • Gericht bestätigte Anhaltspunkte für gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung gerichtete Bestrebungen der AfD.

Warum ist das wichtig?

  • Einstufung der AfD als rechtsextremen Verdachtsfall legitimiert Beobachtungen des Verfassungsschutzes.
  • Anhaltspunkte für gegen die demokratische Grundordnung gerichtete Bestrebungen festgestellt.
  • Möglichkeit der Diskriminierung und Erschütterung des Vertrauens in demokratische Institutionen identifiziert.

Wer ist betroffen?

  • AfD-Landesverband Hessen
  • Ausländer, insbesondere Asylsuchende
  • Deutsche Staatsangehörige mit und ohne Migrationshintergrund

Zahlen/Fakten?

  • AfD-Landesverband Hessen als rechtsextremen Verdachtsfall eingestuft
  • Öffentlichkeitsarbeit des Landesinnenministeriums 2022 war unzulässig
  • Gericht entschied, dass es Anhaltspunkte für gegen die Demokratie gerichtete Bestrebungen bei der AfD gibt

Wie geht’s weiter?

  • Beobachtung des AfD-Landesverbands Hessen durch den Verfassungsschutz fortsetzen
  • Veröffentlichung der Beobachtungsmaßnahmen der Öffentlichkeit untersagen
  • Weitere rechtliche Auseinandersetzungen und Analysen der Verfassungsschutzaktivitäten erwarten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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