Grüne kritisieren Prien wegen Kürzung von CSD-Förderung

5. August 2026
1 min Lesezeit

: Streit um CSD-Förderung

Rathenow () – Grünen-Chef Felix Banaszak hat nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Berliner Christopher Street Day scharfe Kritik an Familienministerin Karin Prien (CDU) wegen Kürzungen für die queere Community im brandenburgischen Rathenow geübt.

Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD hätten Friedrich Merz und Karin Prien der queeren Community Schutz und Solidarität versprochen, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk “ (Mittwochausgabe). Jetzt, wo die Kameras aus seien, entzögen sie ausgerechnet einem CSD die finanzielle Grundlage.

Das seien Gelder, mit denen ein kleinerer CSD für Sicherheit und einen reibungslosen Ablauf sorgen könne.

Banaszak sagte, man könne „den Schritt nur so interpretieren: Frau Prien schert sich nicht um queere Sichtbarkeit, Zusammenhalt und Demokratie vor Ort.“ Gerade in ländlichen Regionen seien CSDs gelebte Freiheit und oft die einzige öffentliche Stimme für queere Menschen.

Er mahnte, Prien müsse jetzt schleunigst dafür sorgen, dass der Schritt zurückgenommen werde, sonst habe sie jegliches Vertrauen verspielt.

„Wir haben am Dienstag erfahren, dass die Finanzierung für unseren CSD untergegangen ist“, sagte Organisator Dennis Driebusch der „Märkischen Allgemeinen“, die zum „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ gehört. Dabei geht es um rund 1.000 Euro.

Bislang sei die Veranstaltung über das lokale Bündnis „Partnerschaft für Demokratie“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ unterstützt worden.

Er organisiere die Demonstration für Vielfalt, Demokratie sowie die Rechte und Sichtbarkeit queerer Menschen gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) zum dritten Mal, sagte Driebusch. Weshalb die Förderung nun wegfalle, könne er sich nicht erklären.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Regenbogen-Fahne (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Grüne kritisieren Prien wegen Kürzung von CSD-Förderung

Brandenburg - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Grünen-Chef Felix Banaszak kritisiert Familienministerin Karin Prien (CDU) scharf wegen Kürzungen für die queere Community in Rathenow nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Berliner CSD
  • Der CSD in Rathenow verliert laut Organisator Dennis Driebusch die Finanzierung; es geht um rund 1.000 Euro, die zuvor über „Partnerschaft für Demokratie“ im Bundesprogramm „Demokratie leben“ unterstützt wurden
  • Die Demonstration für Vielfalt soll zum dritten Mal gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendparlament stattfinden, Förderausfall kann sich Driebusch nicht erklären

Warum ist das wichtig?

  • Kürzungen entziehen einem CSD in Rathenow die finanzielle Grundlage und gefährden damit Sicherheit und einen reibungslosen Ablauf bei der Veranstaltung
  • Das Ausbleiben der Unterstützung nach vorherigen Solidaritätsversprechen unterminiert den Schutz und die Sichtbarkeit der queeren Community
  • In ländlichen Regionen sind CSDs oft die einzige öffentliche Stimme für queere Menschen, daher ist die Förderung besonders wichtig

Wer ist betroffen?

  • Queere Community in Brandenburg und der CSD in Rathenow
  • Organisatoren der CSD-Veranstaltung in Rathenow sowie das lokale Bündnis „Partnerschaft für Demokratie“
  • Menschen in ländlichen Regionen, die CSDs als öffentliche Stimme nutzen

Zahlen/Fakten?

  • 1.000 Euro Finanzierung für den CSD
  • Förderung bislang über „Partnerschaft für Demokratie“ im Bundesprogramm „Demokratie leben“
  • Demonstration wird zum dritten Mal organisiert

Wie geht’s weiter?

  • Karin Prien soll die Kürzungen für die queere Community in Rathenow zurücknehmen, sonst verliere sie jegliches Vertrauen
  • Die Finanzierung für den CSD ist laut Organisator Dennis Driebusch untergegangen, es geht um rund 1.000 Euro
  • Der CSD bzw. eine Demonstration für Vielfalt und Demokratie soll zum dritten Mal stattfinden, Details warum die Förderung wegfällt bleiben unklar
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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