Panorama: Zoll in Berlin ermittelt
Berlin () – Der Zoll hat in Berlin fünf Haftbefehle im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen mutmaßlicher Schwarzarbeit vollstreckt. Die Maßnahmen fanden am Dienstag in den Bezirken Reinickendorf, Spandau und Pankow statt, teilte das Hauptzollamt mit.
Die Ermittlungen richten sich gegen den 40 Jahre alten Geschäftsführer eines Berliner Reinigungsunternehmens sowie vier weitere Beschuldigte im Alter zwischen 24 und 53 Jahren.
Der Hauptbeschuldigte soll Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro nicht abgeführt haben.
Nach Angaben der Ermittler sollen Beschäftigte des Reinigungsunternehmens nicht oder nicht korrekt zur Sozialversicherung angemeldet worden sein. Die mutmaßliche Schwarzarbeit soll durch Scheinrechnungen sogenannter Servicefirmen verschleiert worden sein.
Die weiteren Beschuldigten sollen solche Rechnungen bereitgestellt haben.
Bereits im November 2025 waren Wohn- und Geschäftsräume sowie Einsatzorte von Beschäftigten durchsucht worden. Nach Auswertung der Beweismittel erließ das Amtsgericht Tiergarten auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin Haftbefehle.
Zudem wurden Vermögensarreste in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro vollstreckt. Dabei sicherten die Ermittler unter anderem vier Immobilien, Bargeld und ein Fahrzeug.
Die Ermittlungen dauern an.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Sichergestelltes Fahrzeug (Archiv), Hauptzollamt Berlin via |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Berlin - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Der Zoll hat in Berlin Haftbefehle im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen mutmaßlicher Schwarzarbeit vollstreckt
- Ermittlungen richten sich gegen einen Geschäftsführer eines Reinigungsunternehmens und vier weitere Beschuldigte; es geht um nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro und die Verschleierung durch Scheinrechnungen
- Vermögensarreste in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro wurden vollstreckt, darunter vier Immobilien, Bargeld und ein Fahrzeug
Warum ist das wichtig?
- Sicherstellung, dass Sozialversicherungsbeiträge in Millionenhöhe korrekt abgeführt werden und Schwarzarbeit unterbunden wird
- Verschleierung durch Scheinrechnungen und unkorrekte Anmeldungen wird durch Ermittlungen und Haftbefehle aufgedeckt
- Vollstreckung von Vermögensarresten verhindert, dass mutmaßlich unrechtmäßig erlangtes Vermögen entzogen wird
Wer ist betroffen?
- Der 40 Jahre alte Geschäftsführer eines Berliner Reinigungsunternehmens
- Vier weitere Beschuldigte im Alter zwischen 24 und 53 Jahren
- Beschäftigte des Reinigungsunternehmens, die nicht oder nicht korrekt zur Sozialversicherung angemeldet worden sein sollen
Zahlen/Fakten?
- 5 Haftbefehle vollstreckt
- 5,5 Millionen Euro sollen nicht abgeführt worden sein und Vermögensarreste in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro vollstreckt
- Beschuldigte Alter zwischen 24 und 53 Jahren (Hauptbeschuldigter 40 Jahre)
Wie geht’s weiter?
- Weitere Ermittlungen laufen weiter gegen den Geschäftsführer und vier weitere Beschuldigte im Zusammenhang mit mutmaßlicher Schwarzarbeit
- Haftbefehle sind vollstreckt und Vermögensarreste in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro wurden gesichert
- Die Ermittlungen dauern an
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