In SPD wächst Widerstand gegen Aus der Telefon-Krankschreibung

3. Juli 2026
1 min Lesezeit

In SPD wächst Widerstand gegen Aus der Telefon-Krankschreibung

Berlin - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesundheitspolitik in Berlin: Widerstand der SPD

() – In der SPD wächst der Widerstand gegen die von der Union beim Reformpaket der Regierung durchgesetzte Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und Attestpflicht vom ersten Krankheitstag an.

Das sei komplett absurd, sagte der Berliner SPD-Chef und Spitzenkandidat für die Wahl im September, Steffen Krach, der „Süddeutschen Zeitung“. Das müsse jeder in der Union verstehen, der noch bei Verstand sei.

Einerseits betone man in dem Paket, man wolle unbedingt Bürokratie abbauen, aber damit belaste man das Gesundheitssystem in einer unfassbaren Form zusätzlich.

Das sei ein Widerspruch in sich, meinte er in Richtung von Kanzler Friedrich Merz (CDU), der das als Maßnahme gegen einen aus seiner Sicht zu hohen Krankenstand im Land sieht.

Die Hausärzte seien zurecht empört, die Union sollte das dringend noch einmal überdenken, sagte Krach. Kein Mensch, der sich mit dem Gesundheitssystem auseinandersetze, halte das für sinnvoll, da es Arztpraxen verstopfe und es noch schwerer mache, schneller an Behandlungstermine zu kommen.

In den Verhandlungen wollte die Union zunächst sogenannte Karenztage, also unbezahlte Krankheitstage durchsetzen, um den Druck auf Arbeitnehmer zu erhöhen.

Um das zu verhindern, akzeptierte die SPD als Kompromiss die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und die Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag.

Die telefonische Krankschreibung war 2020 wegen der Corona-Pandemie unter Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eingeführt worden, nach einer Aussetzung wurde sie im Dezember 2023 unter Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dauerhaft fortgeführt. In der Union wird auch auf Betrügereien verwiesen, auf angebliche Ärzte im Ausland, die tausende solcher Krankschreibungen ausstellten.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Frau mit Telefon (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Widerstand der SPD gegen Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag.
  • Kritik an der Union für zusätzlichen Druck auf das Gesundheitssystem und Verstopfung der Arztpraxen.
  • Kompromiss von SPD, um Karenztage zu verhindern; telefonische Krankschreibung wurde während der Pandemie eingeführt und später fortgeführt.

Warum ist das wichtig?

  • Widerstand in der SPD gegen die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung zeigt politische Spannungen und unterschiedliche Ansichten über Gesundheitspolitik.
  • Abschaffung der telefonischen Krankschreibung könnte das Gesundheitssystem belasten und die Terminverfügbarkeit für Patienten verschlechtern.
  • Maßnahmen der Union werden als widersprüchlich wahrgenommen, da Bürokratieabbau und erhöhte Belastung des Gesundheitssystems nicht zusammenpassen.

Wer ist betroffen?

  • Mitglieder der SPD
  • Hausärzte
  • Arbeitnehmer

Zahlen/Fakten?

  • Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag
  • Einführung der telefonischen Krankschreibung 2020, dauerhafte Fortführung seit Dezember 2023
  • Karenztage sollten eingeführt werden, um Druck auf Arbeitnehmer zu erhöhen

Wie geht’s weiter?

  • Widerstand in der SPD gegen Abschaffung der telefonischen Krankschreibung fortsetzen
  • Union könnte Vorschläge zur Reform überdenken
  • Weitere Diskussionen über Bürokratieabbau und Gesundheitsversorgung notwendig
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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