Baden-Württemberg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Erinnerungskultur in Rastatt
Rastatt () – Die Stadt Rastatt hat am Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Das teilte die Stadtverwaltung mit.
Trotz widrigen Wetters waren rund 40 Personen der Einladung auf den jüdischen Friedhof gefolgt, darunter Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde Baden-Baden, der christlichen Kirchen, der Zeugen Jehovas, des Gemeinderats, des Vereins Stolpersteine sowie der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal e.V.
In ihrer Ansprache erinnerte Oberbürgermeisterin Monika Müller nicht nur an die ermordeten jüdischen Mitbürger, sondern auch an andere Opfer des NS-Regimes. Sie verwies dabei insbesondere auf etwa 600 Patienten der ehemaligen psychiatrischen Pflegeanstalt Rastatt, die 1940 in der Tötungsanstalt Grafeneck ermordet wurden. ‚Der Mantel des Vergessens darf sich niemals über Unrecht legen‘, betonte Müller und mahnte, die Erinnerung aktiv weiterzugeben.
Im Anschluss an die Rede legte die Oberbürgermeisterin einen Kranz am Gedenkstein nieder.
Die Veranstaltung wurde würdevoll vom Klarinettenensemble der Städtischen Musikschule Rastatt umrahmt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Rastatt gedenkt der Opfer des Holocaust (Archiv), Stadt Rastatt via |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Stadt Rastatt gedenkt am Jahrestag der Auschwitz-Befreiung der Opfer des Nationalsozialismus.
- Rund 40 Personen nahmen trotz schlechten Wetters an der Gedenkveranstaltung auf dem jüdischen Friedhof teil.
- Oberbürgermeisterin Monika Müller erinnerte an jüdische Mitbürger sowie an andere NS-Opfer, darunter 600 Patienten einer psychiatrischen Anstalt.
Warum ist das wichtig?
- Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus fördert das gesellschaftliche Bewusstsein.
- Aktive Weitergabe der Erinnerung schützt vor dem Vergessen und Wiederholen von Unrecht.
- Ein gemeinsames Gedenken stärkt die Gemeinschaft und das Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen und Religionen.
Wer ist betroffen?
- Opfer des Nationalsozialismus
- Patienten der ehemaligen psychiatrischen Pflegeanstalt Rastatt
- Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften und Organisationen
Zahlen/Fakten?
- Rund 40 Personen anwesend
- Etwa 600 Patienten der psychiatrischen Pflegeanstalt 1940 ermordet
- Veranstaltung umrahmt vom Klarinettenensemble der Städtischen Musikschule Rastatt
Wie geht’s weiter?
- Fortsetzung der Erinnerungskultur
- Weitere Gedenkveranstaltungen planen
- Aktive Weitergabe der Erinnerung an die jüngeren Generationen
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