Landkreis Sigmaringen: Polizei meldet Vorfälle
Meßkirch () – Die Polizei hat am Donnerstag mehrere Vorfälle im Landkreis Sigmaringen gemeldet. Das teilte das Polizeipräsidium am Freitag Ravensburg mit.
In Meßkirch kontrollierten Beamte am späten Abend einen 20-jährigen Autofahrer.
Der junge Mann war mit etwas über 0,4 Promille alkoholisiert, obwohl für ihn als unter 21-Jähriger die 0,0-Promille-Grenze gilt. Zudem war sein Fahrzeug nicht mehr zugelassen und nicht haftpflichtversichert.
Neben der alkoholbedingten Ordnungswidrigkeit erhält er Anzeigen wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungs- und das Kraftfahrzeugsteuergesetz. Da er keinen regelmäßigen Wohnsitz in Deutschland hat, hinterlegte er eine Sicherheitsleistung von rund 1.000 Euro.
In Ostrach war eine 63-jährige Frau am Abend so stark alkoholisiert unterwegs, dass sie den Gegenverkehr zum Ausweichen zwang. Ein Zeuge verständigte die Polizei, die die Frau zu Hause antraf.
Ein Test ergab einen Atemalkoholwert von annähernd drei Promille. Sie musste zur Blutentnahme ins Krankenhaus und ihren Führerschein abgeben.
In Pfullendorf endete am Mittag die Spritztour zweier 16-Jähriger mit einem Unfall.
Das Duo hatte unerlaubt die Schlüssel eines Kleintransporters an sich genommen und das Fahrzeug auf einer Grünfläche bewegt. Durch zu starke Beschleunigung und falsche Lenkbewegungen kippte der Transporter um und landete auf dem Dach.
Es entstand wirtschaftlicher Totalschaden, verletzt wurde niemand. Gegen die Jugendlichen wird wegen unbefugtem Gebrauch eines Kraftfahrzeugs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt.
Auf der L 197 zwischen Thiergarten und Stetten am kalten Markt führte die Verkehrspolizei am Nachmittag Geschwindigkeitsmessungen durch. Auf dem auf 60 km/h beschränkten Abschnitt wurden fünf Fahrzeuge mit teils erheblichen Überschreitungen gemessen.
Der Spitzenreiter erreichte 106 km/h und muss mit einem Fahrverbot rechnen.
In Bad Saulgau verletzte sich ein 34-jähriger Mann bei einem Arbeitsunfall auf einem Feld bei Wolfartsweiler schwer. Er war mit einem Mähdrescher beschäftigt und musste wegen eines technischen Defekts Reparaturen durchführen.
Gegen 13:30 Uhr öffnete er mutmaßlich unachtsam den Kühlerdeckel, woraufhin heiße Kühlflüssigkeit austrat und ihn am Oberkörper schwer verbrühte. Der Mann fuhr zunächst selbstständig nach Hause und suchte einen Arzt auf, später wurde er mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik verlegt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Polizeiauto mit Blaulicht bei Nacht (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Baden-Württemberg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- In Meßkirch wurde ein 20-jähriger Autofahrer mit über 0,4 Promille kontrolliert; sein Fahrzeug war nicht zugelassen und nicht haftpflichtversichert
- In Ostrach zwang eine 63-jährige Frau mit annähernd drei Promille den Gegenverkehr zum Ausweichen; sie musste zur Blutentnahme ins Krankenhaus und den Führerschein abgeben
- In Pfullendorf nahm ein Duo aus zwei 16-Jährigen unbefugt die Schlüssel eines Kleintransporters und fuhr damit; der Transporter kippte um und landete auf dem Dach, niemand wurde verletzt
Warum ist das wichtig?
- Kontrollen und Anzeigen wegen Alkohol im Straßenverkehr sowie fehlender Zulassung/Versicherung erhöhen die Verkehrssicherheit und schützen andere Verkehrsteilnehmer
- Ermittlungen und Maßnahmen nach Unfall durch unbefugten Fahrzeuggebrauch bei Jugendlichen senken das Risiko weiterer Straftaten und Folgeunfälle
- Geschwindigkeitsmessungen und mögliche Fahrverbote bei starken Überschreitungen tragen zur Reduzierung von Unfallgefahren bei
Wer ist betroffen?
- Ein 20-jähriger Autofahrer in Meßkirch
- Eine 63-jährige Frau in Ostrach
- Zwei 16-Jährige in Pfullendorf
Zahlen/Fakten?
- 0,4 Promille Alkohol beim 20-jährigen Autofahrer trotz 0,0-Promille-Grenze für unter 21-Jährige
- Sicherheitsleistung rund 1.000 Euro bei nicht regelmäßigem Wohnsitz in Deutschland
- Atemalkoholwert annähernd drei Promille bei 63-jähriger Autofahrerin; Spitzenreiter 106 km/h auf 60-km/h-Abschnitt
Wie geht’s weiter?
- Die Polizei ermittelt gegen die 16-Jährigen wegen unbefugtem Gebrauch eines Kraftfahrzeugs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis
- Der 20-jährige Autofahrer muss mit Anzeigen rechnen und eine Sicherheitsleistung hinterlegt haben; seine Fahrt endet durch Verkehrsrechtliche Maßnahmen und Blutprobe
- Der 34-jährige Mann wird nach dem Arbeitsunfall schwer verbrüht in einer Spezialklinik weiterbehandelt
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