Wirtschaftsverbände warnen vor Scheitern des EU-US-Datenabkommens

6. April 2026
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Wirtschaftsverbände warnen vor Scheitern des EU-US-Datenabkommens

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Folgen eines möglichen Datenabkommens-Aus

() – Deutsche Wirtschaftsverbände warnen vor schwerwiegenden Folgen für Unternehmen, sollte die US-Regierung das Datenabkommen mit der EU infrage stellen. Auslöser sind jüngste Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber den Nato-Partnern, die Zweifel an der Verlässlichkeit von Zusagen nähren.

„Ein verlässlicher und rechtssicherer transatlantischer Datenverkehr ist für die deutsche Industrie unerlässlich“, sagte Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). Ein Scheitern hätte für Firmen und Behörden „verheerende Folgen“ und würde „zu großem Zusatzaufwand und Rechtsunsicherheit führen“.

Auch die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) erwartet dann „gravierende“ Konsequenzen. „Unternehmen aller Größen – von Konzernen bis Start-ups – in der EU sowie teilweise in den USA stünden vor Rechtsunsicherheiten und teilweise Haftungsrisiken“, sagte DIHK-Chefjustiziar Stephan Wernicke. Der transatlantische Datentransfer sei für die europäische Wirtschaft „unverzichtbar“.

Die Abhängigkeit von US-Anbietern macht die Lage besonders heikel. „Fast 90 Prozent aller Unternehmen in kaufen IT-Dienstleistungen aus dem Ausland ein, überwiegend aus den Vereinigten Staaten“, sagte der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, Dirk Jandura, dem „Handelsblatt“. „Wir sind also an dieser Stelle definitiv verwundbar.“ Er forderte eine Diversifizierung der Abhängigkeiten, räumte aber ein, dass die Kapazitäten europäischer Alternativen „auf kurze Sicht“ noch nicht ausreichten. Lösch und Wernicke raten Unternehmen zur Vorsorge durch EU-Standardvertragsklauseln. Deren Nutzung sei jedoch mit „erheblichem“ bürokratischen Aufwand verbunden, sagte Wernicke.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Deutsche Wirtschaftsverbände warnen vor Folgen für Unternehmen durch mögliche US-Drohungen gegen das Datenabkommen mit der EU.
  • Ein Scheitern des Abkommens könnte zu Rechtsunsicherheit und Zusatzaufwand führen.
  • Die Abhängigkeit von US-Anbietern ist hoch, 90 Prozent der deutschen Unternehmen beziehen IT-Dienstleistungen aus den USA.

Warum ist das wichtig?

  • Verlässlicher transatlantischer Datenverkehr ist essenziell für die deutsche Industrie.
  • Scheitern des Abkommens könnte zu Rechtsunsicherheit und hohen Zusatzkosten führen.
  • Abhängigkeit von US-Anbietern macht Unternehmen verwundbar.

Wer ist betroffen?

  • Deutsche Wirtschaftsverbände
  • Unternehmen aller Größen in der EU und teilweise in den USA
  • Behörden

Zahlen/Fakten?

  • 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland kaufen IT-Dienstleistungen aus dem Ausland, überwiegend aus den USA.
  • Verlässlicher transatlantischer Datenverkehr ist für die deutsche Industrie unerlässlich.
  • Scheitern des Datenabkommens würde zu großem Zusatzaufwand und Rechtsunsicherheit führen.

Wie geht’s weiter?

  • Unternehmen sollten EU-Standardvertragsklauseln nutzen.
  • Diversifizierung der Abhängigkeiten von US-Anbietern anstreben.
  • Vorbereitung auf mögliche Rechtsunsicherheiten und Haftungsrisiken.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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