Wirtschaftsinstitute wollen Konjunkturprognose absenken

10. März 2026
1 min Lesezeit

Wirtschaftsinstitute wollen Konjunkturprognose absenken

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Auswirkungen des Iran-Kriegs in Deutschland

() – Die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute werden ihre Konjunkturprognosen infolge des -Kriegs voraussichtlich senken. Das teilten Ökonomen des Ifo-Instituts, des IMK, des RWI und des IW dem Newsletter „Industrie und Handel“ des „Politico“ am Dienstag mit. Die Institute rechnen dabei mit einem Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt zwischen 0,2 und 1,0 Prozentpunkten – je nach Dauer des Kriegs.

„Wir gehen derzeit von einem Anstieg der Inflationsrate auf knapp 2,5 Prozent aus, wenn die Öl- und Gaspreise innerhalb der nächsten Wochen wieder sinken“, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Dies würde das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr um rund 0,2 Prozentpunkte verlangsamen, sodass wir mit einem Wachstum von 0,8 Prozent in diesem und 1,2 Prozent im nächsten Jahr rechnen.“

Sollten die Preise für fossile Energie allerdings für einen längeren Zeitraum stark erhöht bleiben, hält das Ifo-Institut eine Inflationsrate von 3 Prozent für möglich. „Dies würde das Wachstum um weitere 0,2 Prozentpunkte auf nur noch 0,6 Prozent in diesem Jahr und um 0,4 Prozentpunkte auf 0,8 Prozent im kommenden Jahr bremsen“, so Wollmershäuser.

Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie der Hans-Böckler-Stiftung (IMK), äußerte sich ähnlich. „Bis zum Kriegsausbruch ging die Tendenz dahin, unsere Erwartung von bisher 1,2 Prozent Wirtschaftswachstum für 2026 noch ein bisschen heraufzusetzen“, sagte er. „Das hat sich jetzt auf jeden Fall erledigt.“

Falle der Ölpreis schnell wieder unter 100 Dollar pro Fass, dürften sich die Folgen in Grenzen halten „und es dürften lediglich ein paar Zehntel Prozentpunkte Wachstum verloren gehen“, so Dullien weiter. „Hält der Krieg aber länger an und sind die Öl- und LNG-Lieferungen aus der Region längere Zeit unterbrochen, kann der Energiepreisschock groß genug sein, um die Erholung in zum Erliegen zu bringen.“

Samina Sultan vom IW Köln ergänzte: „Sollte der Ölpreis über zwei Jahre bei 100 Dollar oder sogar 150 Dollar liegen, würde das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland 2027 um 0,6 bis 1,0 Prozent niedriger sein als ohne Steigerung des Ölpreises.“

RWI-Konjunkturexperte Torsten Schmid, zeigte sich etwas optimistischer. „Wenn die Preise für Öl und Gas bis Ende März auf dem aktuellen Niveau bleiben und danach langsam wieder sinken, rechnen wir für das Jahr 2026 mit einem negativen Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt von etwa 0,2 Prozentpunkten“, erklärte er.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute senken Konjunkturprognosen wegen Iran-Krieg.
  • Bruttoinlandsprodukt könnte um 0,2 bis 1,0 Prozentpunkte verringert werden.
  • Inflationsrate erwartet Anstieg auf bis zu 3 Prozent bei hohen Energiepreisen.

Warum ist das wichtig?

  • Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die deutsche Wirtschaft betreffen das BIP massiv.
  • Inflationserhöhungen durch Energiepreise könnten Wachstum bremsen und langfristige ökonomische Stabilität gefährden.

Wer ist betroffen?

  • Deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute
  • Unternehmen und Verbraucher in Deutschland
  • Wirtschaftswachstum und Inflationsentwicklung

Zahlen/Fakten?

  • Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt zwischen 0,2 und 1,0 Prozentpunkten
  • Anstieg der Inflationsrate auf knapp 2,5 Prozent möglich
  • Wachstum von 0,6 Prozent in diesem Jahr bei höheren Ölpreisen

Wie geht’s weiter?

  • Konjunkturprognosen der deutschen Wirtschaftsinstitute voraussichtlich senken
  • Inflationsrate könnte auf bis zu 3 Prozent steigen, was das Wachstum weiter bremst
  • Ölpreisverlauf entscheidet über langfristige wirtschaftliche Folgen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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