Ökonom: Minijob-Abschaffung würde Schwarzarbeit deutlich erhöhen

21. Juni 2026
1 min Lesezeit

Ökonom: Minijob-Abschaffung würde Schwarzarbeit deutlich erhöhen

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Auswirkungen von Minijobs in Deutschland

() – Der Linzer Ökonom und Schwarzarbeitsexperte Friedrich Schneider geht davon aus, dass eine Abschaffung der Minijobs in die Schwarzarbeit massiv erhöhen würde.

„Ich spreche mich gegen eine Abschaffung der Minijobs aus, denn dadurch wird die Schwarzarbeit wieder nach oben schnellen“, sagte er der „Bild“. „Nach ersten Schätzungen von mir um mindestens 25 Milliarden Euro im Jahr 2027. Das hat langfristig negative Folgen für Deutschland.“

Schneider reagierte damit auf Aussagen, wonach die Rentenkommission eine Abschaffung der Minijobs vorschlägt. Die Minijobs seien Anfang des Jahrhunderts eingeführt worden, um die Schwarzarbeit einzudämmen, sagte Schneider. Es sei eine der erfolgreichsten Aktionen gewesen. Die Schwarzarbeit sank 2003 zwischen 20 und 23 Milliarden Euro. Es war de facto eine Teillegalisierung von Schwarzarbeit in Deutschland. Aktuell taxiert Schneider den Wert der durch Schwarzarbeit erbrachten Leistungen in Deutschland auf rund 500 Milliarden Euro pro Jahr.

Auch der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) warnt vor einer Abschaffung der Minijobs. In der Branche gebe es derzeit rund 800.000 Minijobber, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der „Bild“. Für die Branche wäre die Abschaffung in diesen ohnehin wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein „fataler Nackenschlag“. Denn die Minijobber seien für die Branche zur Abfederung von Spitzenzeiten unverzichtbar. In der Folge müsste die Branche noch mehr auf Digitalisierung setzen, um die fehlenden Arbeitskräfte zu kompensieren.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Fensterputzen (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Friedrich Schneider warnt, dass die Abschaffung der Minijobs die Schwarzarbeit um mindestens 25 Milliarden Euro erhöhen könnte.
  • Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels warnt ebenfalls vor negativen Folgen einer Minijob-Abschaffung für die Branche.
  • Minijobs waren ursprünglich eingeführt worden, um Schwarzarbeit einzudämmen und haben diese seit ihrer Einführung erfolgreich reduziert.

Warum ist das wichtig?

  • Abschaffung der Minijobs könnte Schwarzarbeit um 25 Milliarden Euro erhöhen.
  • Minijobs haben zuvor erfolgreich zur Eindämmung der Schwarzarbeit beigetragen.
  • Rund 800.000 Minijobber sind für den Einzelhandel unverzichtbar.

Wer ist betroffen?

  • Minijobber in Deutschland
  • Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE)
  • Rentenkommission

Zahlen/Fakten?

  • 25 Milliarden Euro Erhöhung der Schwarzarbeit im Jahr 2027
  • 20 bis 23 Milliarden Euro Reduzierung der Schwarzarbeit seit Einführung der Minijobs 2003
  • 500 Milliarden Euro geschätzter Wert der Schwarzarbeit in Deutschland pro Jahr

Wie geht’s weiter?

  • Bedenken gegen die Abschaffung der Minijobs äußern
  • Warnung vor erhöhter Schwarzarbeit und negative wirtschaftliche Folgen
  • Notwendigkeit, auf Digitalisierung zu setzen, um Arbeitskräftemangel auszugleichen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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