Mercosur-Abkommen spaltet AfD-Bundestagsfraktion

1. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Mercosur-Abkommen spaltet AfD-Bundestagsfraktion

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politische Debatte um Mercosur-Abkommen in Berlin

() – Die AfD-Bundestagsfraktion ringt um eine gemeinsame Linie beim EU-Freihandelsabkommen mit Mercosur. Für Dienstag ist eine Abstimmung über zwei entsprechende Anträge angesetzt. Das wurde dem Nachrichtenmagazin POLITICO (Dienstag) in Fraktionskreisen bestätigt.

Eigentlich sollte bereits in der vergangenen Fraktionssitzung darüber entschieden werden, das Abkommen abzulehnen. Aufgrund von Widerspruch aus der Fraktion stehen jetzt zwei verschiedene Anträge zur Auswahl.

In einem Antrag des Arbeitskreises Landwirtschaft wird gefordert, das Abkommen abzulehnen und „zeitnah eine entsprechende parlamentarische Initiative“ in den Bundestag einzubringen. „Südamerikanische Erzeuger dürfen mit Pflanzenschutzmitteln, Hormonbehandlungen und Umweltpraktiken arbeiten, die in und der EU verboten sind. Gleichzeitig soll unser Markt für diese Produkte geöffnet werden“, steht in dem dazugehörigen Argumentationspapier. „Das ist kein fairer Wettbewerb.“

Ein weiterer Antrag vom wirtschaftspolitischen Sprecher Leif-Erik Holm fordert hingegen, gar keine Initiative zum Thema Mercosur ins Parlament einzubringen. Wirtschafts-, finanz-, sozial-, außen- und sogar landwirtschaftspolitisch habe das Abkommen Vorteile. Die Ablehnung dessen hingegen sei von Nachteil. „Im Interesse der deutschen Wirtschaft sowie Millionen Unternehmern, Arbeitnehmern, Steuerzahlern, Verbrauchern und der Mehrheit der AfD-Wähler“ sollte auf eine „entsprechende parlamentarische Initiative […] daher verzichtet werden“, heißt es in Holms Argumentationspapier.

„Sämtliche politische Analysen zeigen seit Monaten an, dass das Thema Wirtschaft neben Einwanderung/innerer Sicherheit den Bürgern als wichtigstes Thema unter den Nägeln brennt […]. Die Wirtschaftspolitik der AfD-Bundestagsfraktion steht medial derzeit zudem stark im Fokus“, heißt es darin weiter.

Die Fraktion möge also beschließen, „keine parlamentarische Initiative zur Ablehnung des EU-Mercosur-Handelsabkommens in den Deutschen Bundestag einzubringen“, heißt es in dem Beschlussentwurf.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: AfD-Fraktion (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • AfD-Bundestagsfraktion diskutiert EU-Freihandelsabkommen mit Mercosur.
  • Zwei unterschiedliche Anträge zur Ablehnung des Abkommens stehen zur Abstimmung.
  • Ein Antrag fordert Ablehnung und parlamentarische Initiative, der andere befürwortet das Abkommen und verzichtet auf eine Initiative.

Warum ist das wichtig?

  • Klärung der internen Position der AfD zur Handelsabkommen ist entscheidend für die Fraktionsunity.
  • Einfluss auf die deutsche Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit in der EU.
  • Relevanz des Themas für Wählerinteressen und politische Wahrnehmung.

Wer ist betroffen?

  • AfD-Bundestagsfraktion
  • südamerikanische Erzeuger
  • deutsche Wirtschaft, Unternehmer, Arbeitnehmer, Steuerzahler, Verbraucher

Zahlen/Fakten?

  • Abstimmung über zwei Anträge zum EU-Mercosur-Abkommen am Dienstag
  • Antrag des Arbeitskreises Landwirtschaft fordert Ablehnung des Abkommens
  • Antrag von Leif-Erik Holm spricht sich gegen parlamentarische Initiative aus

Wie geht’s weiter?

  • Abstimmung über zwei Anträge zum EU-Freihandelsabkommen mit Mercosur am Dienstag
  • Widerspruch innerhalb der Fraktion führt zu zwei unterschiedlichen Anträgen
  • Entscheidung über Ablehnung oder Unterstützung des Abkommens steht aus
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