Landwirtschaftliche Erzeugerpreise deutlich gesunken

13. Juli 2026
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Wirtschaft: Erzeugerpreise in
Wiesbaden () – Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sind im Mai 2026 um 13,9 Prozent niedriger gewesen als im Vorjahresmonat. Im April hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -12,3 Prozent gelegen, im März bei -8,8 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit. Gegenüber April 2026 fielen sie im Mai um 1,5 Prozent.

Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse sanken im Mai 2026 um 10,4 Prozent gegenüber Mai 2025, die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse fielen um 15,9 Prozent. Auch im Vergleich zum Vormonat verbilligten sich im Mai 2026 sowohl pflanzliche Erzeugnisse (-0,7 Prozent) als auch Tiere und tierische Produkte (-2,0 Prozent).

Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist erneut unter anderem auf die gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im Mai 2026 um 53,5 Prozent niedriger als im Mai 2025. Im April hatte die Vorjahresveränderung bei -54,7 Prozent, im März bei -55,2 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat April 2026 stiegen die Speisekartoffelpreise um 0,6 Prozent.

Die Erzeugerpreise für Obst waren im Mai 2026 um 22,5 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Deutliche Preissenkungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -33,3 Prozent. Im Gegensatz hierzu verteuerten sich Erdbeeren um 3,3 Prozent gegenüber Mai 2025.

Die Preise für Gemüse stiegen binnen Jahresfrist leicht um 0,2 Prozent, wobei insbesondere Tomaten (+28,2 Prozent) und Gurken (+21,5 Prozent) teurer waren. Preissenkungen waren hingegen unter anderem bei Blumenkohl und Kohlgemüse zu beobachten, die sich binnen Jahresfrist um 11,0 Prozent beziehungsweise 8,7 Prozent verbilligten.

Getreide war im Mai 2026 im Vergleich zum Mai 2025 um 9,5 Prozent günstiger. Die Preise für Handelsgewächse insgesamt lagen im Mai 2026 um 2,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor, darunter verteuerte sich Raps um 5,6 Prozent. Die Preise für Futterpflanzen stiegen leicht um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies war der erste Preisanstieg seit März 2024 (+0,8 Prozent gegenüber März 2023). Die Preise für Wein waren im Mai 2026 um 1,0 Prozent höher als im Mai 2025.

Der Preisrückgang für Tiere und tierische Erzeugnisse um 15,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist unter anderem auf die gesunkenen Preise für Milch zurückzuführen. Der Milchpreis lag im Mai 2026 um 25,3 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat April 2026 stiegen die Preise für Milch um 1,7 Prozent. Bei Eiern kam es binnen Jahresfrist hingegen zu einer Preissteigerung von 13,6 Prozent.

Die Preise für Tiere lagen im Mai 2026 um 11,4 Prozent niedriger als im Mai 2025. Maßgeblich dafür war der Preisrückgang bei Schlachtschweinen um 19,5 Prozent. Auch bei Rindern sanken die Preise um 6,7 Prozent, dies war der erste Preisrückgang seit April 2024 (-1,5 Prozent gegenüber April 2023). Die Preise für Geflügel waren im Mai 2026 um 0,7 Prozent niedriger als im Mai 2025. Dies war die erste Preissenkung seit Oktober 2024 (-0,6 Prozent gegenüber Oktober 2023). Ausschlaggebend hierfür war die Preissenkung bei Hähnchen um 4,7 Prozent. Bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) kam es hingegen zu einem Preisanstieg um 5,7 Prozent.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gurken (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Landwirtschaftliche Erzeugerpreise deutlich gesunken

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sind im Mai 2026 um 13,9 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat
  • Pflanzliche Erzeugnisse sanken um 10,4 Prozent und Tiere/tierische Erzeugnisse um 15,9 Prozent
  • Speisekartoffeln fielen um 53,5 Prozent, während Erdbeeren um 3,3 Prozent und Tomaten sowie Gurken um 28,2 Prozent bzw. 21,5 Prozent stiegen

Warum ist das wichtig?

  • Zeigt sinkende Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte insgesamt (Mai 2026 -13,9 Prozent ggü. Mai 2025), was Kosten- und Erlösentwicklungen in der Landwirtschaft beeinflusst
  • Betont deutliche Preisbewegungen bei einzelnen Produkten wie Speisekartoffeln (-53,5 Prozent), Obst (z.B. Tafeläpfel -33,3 Prozent) sowie Gemüse und höherpreisigen Sorten wie Tomaten (+28,2 Prozent) und Gurken (+21,5 Prozent)
  • Liefert Hinweise auf den Tierbereich mit starkem Rückgang bei Milch (-25,3 Prozent ggü. Vorjahr) und Preissteigerungen bei Eiern (+13,6 Prozent), relevant für Produktions- und Vermarktungsentscheidungen

Wer ist betroffen?

  • Erzeuger pflanzlicher Produkte (z. B. Speisekartoffeln, Obst wie Tafeläpfel; Gemüse wie Tomaten und Gurken sowie Blumenkohl und Kohlgemüse)
  • Erzeuger tierischer Erzeugnisse (z. B. Milch, Eier sowie Tiere wie Schlachtschweine, Rinder und Geflügel)

Zahlen/Fakten?

  • Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte Mai 2026: -13,9% ggü. Mai 2025; April -12,3%; Mai ggü. April -1,5%
  • Speisekartoffeln Mai 2026: -53,5% ggü. Mai 2025; Obst Mai 2026: -22,5% ggü. Mai 2025 (Tafeläpfel -33,3%; Erdbeeren +3,3%)
  • Milch Mai 2026: -25,3% ggü. Mai 2025 (ggü. April +1,7%); Schlachtschweine -19,5%; Eier +13,6%

Wie geht’s weiter?

  • Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sind im Mai 2026 gegenüber Mai 2025 weiter rückläufig und lagen insgesamt bei -13,9 Prozent
  • Besonders pflanzliche Produkte sanken deutlich (u.a. Speisekartoffeln -53,5 Prozent), während Erdbeeren um 3,3 Prozent und Gemüse wie Tomaten (+28,2 Prozent) sowie Gurken (+21,5 Prozent) teurer wurden
  • Bei Tieren und tierischen Erzeugnissen setzt sich der Rückgang fort (u.a. Milch -25,3 Prozent), während Eier binnen Jahresfrist um 13,6 Prozent teurer waren
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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