IWF lobt Reformprogramm in Paraguay und gibt weiteres Geld frei

22. Januar 2026
1 min Lesezeit

IWF lobt Reformprogramm in Paraguay und gibt weiteres Geld frei

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Entwicklungen in Paraguay

Washington/Asuncion () – Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat großes Lob für die Entwicklung in – und gibt weiteres Geld frei.

Nach einer wiederholten erfolgreichen Überprüfung der aktuellen Reformprogramme stünden den Behörden nun weitere rund 117 Millionen US-Dollar zur Verfügung, teilte der IWF am Donnerstag mit. Man markiere damit den „erfolgreichen Abschluss einer umfassenden, eigenständig entwickelten Reformagenda“.

Die paraguayische Wirtschaft zeigt sich nach Ansicht des IWF trotz globaler Unsicherheiten weiterhin robust. Das reale BIP-Wachstum in Paraguay dürfte 2026 und darüber hinaus dank makroökonomischer Stabilität und einer Vielzahl laufender Reformen weiterhin stark bleiben. Die Inflation sei unter Kontrolle und werde voraussichtlich 2026 das Ziel der Zentralbank von 3,5 Prozent erreichen. Die Leistungsbilanz dürfte sich zwar kurzfristig aufgrund von Importen im Zusammenhang mit ausländischen Direktinvestitionen abschwächen, sich aber mittelfristig mit dem Anlaufen neuer Exporte verbessern. Die Devisenreserven lägen weiterhin über den erforderlichen Schwellenwerten, so der IWF. „Die Risiken sind ausgewogen.“

Die Vollendung des Haushaltskonsolidierungsplans sei weiterhin unerlässlich für die Aufrechterhaltung der makroökonomischen Stabilität. Die Behörden erzielten aber stetige Fortschritte bei der Reduzierung des Haushaltsdefizits auf 1,5 Prozent des BIP bis 2026 und hielten an diesem Ziel fest, lobt der IWF. „Kontinuierliche Bemühungen zur Stärkung der Steuereinnahmen, zur Steigerung der Effizienz der Regierung und zur Sicherung der Nachhaltigkeit des öffentlichen Rentensystems sollten dazu beitragen, Spielraum für Entwicklungsprioritäten zu schaffen und gleichzeitig die Ziele der Haushaltskonsolidierung zu unterstützen.“

Paraguays aktuelle Regierung unter Präsident Santiago Pena peitscht nun seit etwas über zwei Jahren ein wirtschaftsliberales Reformprogramm durch, unter teils heftigem Protest der Bevölkerung. Dabei setzt der Ökonom insbesondere auf stabile fiskalische Politik, weniger Staatsausgaben und eine Positionierung von Paraguay als Investitionsstandort.

Für besonders viel Ärger sorgten dabei verschiedene Änderungen am Rentensystem, das neuerdings auch erlaubt, angesparte Gelder in Anleihen und andere Finanzinstrumente zu investieren – das hatte der IWF gefordert. Soziale Gruppen und die Opposition rufen immer wieder zu Protesten auf, einerseits gegen die Reform an sich, andererseits aber auch gegen eine grassierende Korruption und soziale Ungleichheit.

Paraguay gehört außerdem neben , und zu den Mercosur-Staaten, mit denen die EU kürzlich ein jahrzehntelang ausgehandeltes Freihandelsabkommen unterzeichnet hatte – das aber noch nicht in Kraft ist. Nicht nur in der EU, auch in Paraguay gibt es dagegen Bedenken.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Präsidentenpalast in Paraguay (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • IWF lobt Paraguay für wirtschaftliche Entwicklungen und gibt 117 Millionen US-Dollar frei.
  • Paraguay führt erfolgreich Reformprogramme durch und strebt Haushaltskonsolidierung an.
  • Proteste gegen wirtschaftsliberales Reformprogramm und soziale Ungleichheit.

Warum ist das wichtig?

  • Unterstützung durch den IWF fördert wirtschaftliche Stabilität in Paraguay.
  • Reformen stärken makroökonomische Grundlagen und ermöglichen künftiges Wachstum.
  • Haushaltskonsolidierung und Steuereinnahmen steigern Handlungsfähigkeit der Regierung.

Wer ist betroffen?

  • Bevölkerung von Paraguay
  • Soziale Gruppen und Opposition
  • Regierungsbehörden und IWF

Zahlen/Fakten?

  • 117 Millionen US-Dollar zusätzlich vom IWF verfügbar
  • Reales BIP-Wachstum in Paraguay erwartet für 2026 stark
  • Haushaltsdefizit soll bis 2026 auf 1,5 Prozent des BIP reduziert werden

Wie geht’s weiter?

  • Weiterer Zugriff auf rund 117 Millionen US-Dollar durch den IWF
  • Fortsetzung der wirtschaftsliberalen Reformagenda unter Präsident Pena
  • Ziel der Haushaltskonsolidierung auf 1,5 Prozent des BIP bis 2026
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