Importe aus China gestiegen – Exporte rückläufig

20. Juli 2026
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Wirtschaft: Importe und Exporte mit

() – China ist auch in den ersten fünf Monaten 2026 importseitig Deutschlands wichtigster Handelspartner gewesen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, betrugen die deutschen Importe aus China im Zeitraum Januar bis Mai 2026 einen Wert von 72,4 Milliarden Euro. Damit stiegen sie im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,2 Prozent. Im Mai 2026 stiegen die Importe um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 14,0 Milliarden Euro (Mai 2025: 13,7 Milliarden Euro).

Die deutschen Exporte nach China sanken in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 um 14,5 Prozent auf 29,6 Milliarden Euro. Durch die sinkenden Exporte und die gestiegenen Importe nahm der Importüberschuss im Handel mit der Volksrepublik China im Zeitraum Januar bis Mai 2026 auf 42,8 Milliarden Euro zu. Im Zeitraum Januar bis Mai 2025 hatte der Importüberschuss 33,5 Milliarden Euro betragen und im Gesamtjahr 2025 lag er bei 89,9 Milliarden Euro.

Wichtigste Importgüter aus China waren in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 20,2 Milliarden Euro (+4,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum), gefolgt von elektrischen Ausrüstungen im Wert von 14,3 Milliarden Euro (+5,6 Prozent) und Maschinen für 6,4 Milliarden Euro (+3,8 Prozent).

Viele Produkte des täglichen Lebens, aber auch Waren für die Energiewende kommen inzwischen zu einem Großteil aus China. Wertmäßig kamen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 zum Beispiel 81,8 Prozent der nach importierten tragbaren Computer, 66,3 Prozent der Smartphones, sowie 64,1 Prozent der Lithium-Ionen-Akkus aus der Volksrepublik. Zudem kamen 23,5 Prozent der nach Deutschland importierten Personenkraftwagen mit Elektromotor von dort. Auch die für die unter anderem in der Photovoltaiktechnik verwendeten Fotoelemente als Module oder in Form von Tafeln kamen von Januar bis Mai 2026 zu 86,1 Prozent aus China.

Von Deutschland nach China exportiert wurden im Zeitraum Januar bis Mai 2026 hauptsächlich Maschinen (5,8 Milliarden Euro), Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse (5,1 Milliarden Euro) und Kraftfahrzeuge bzw. Kraftfahrzeugteile (4,7 Milliarden Euro). Während die Exporte der Datenverarbeitungsgeräte um 0,9 Prozent stiegen nahmen die Maschinenexporte um 17,5 Prozent und die Exporte von Kraftfahrzeugen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum noch stärker um 26,1 Prozent ab. Bis zum Jahr 2024 waren Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile Deutschlands wichtigstes Exportgut nach China. Im Jahr 2025 gingen die deutschen Kraftfahrzeugexporte um 33,0 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro gegenüber 2024 stark zurück. Im Jahr 2024 hatte der Exportwert von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen noch 20,3 Milliarden Euro betragen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Importe aus China gestiegen – Exporte rückläufig

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • China war in den ersten fünf Monaten 2026 importseitig Deutschlands wichtigster Handelspartner; Importe aus China stiegen auf 72,4 Milliarden Euro (+6,2 Prozent) und im Mai 2026 auf 14,0 Milliarden Euro (+2,1 Prozent)
  • Exporte nach China sanken im Zeitraum Januar bis Mai 2026 um 14,5 Prozent auf 29,6 Milliarden Euro; dadurch stieg der Importüberschuss auf 42,8 Milliarden Euro
  • Ein großer Anteil vieler Waren kam aus China, u. a. tragbare Computer (81,8 Prozent), Smartphones (66,3 Prozent) und Fotoelemente/Module für die Photovoltaik (86,1 Prozent)

Warum ist das wichtig?

  • China liefert einen erheblichen Teil zentraler Industrie- und Zukunftstechnologien für Deutschland, unter anderem Datenverarbeitungsgeräte sowie große Anteile an Smartphones, Laptops und Lithium-Ionen-Akkus
  • Der Handel mit China führt zu einem deutlich wachsenden Importüberschuss, was auf eine starke Abhängigkeit Deutschlands von chinesischen Lieferungen hinweist
  • Auch für die Energiewende wichtige Produkte wie Fotoelemente/Photovoltaik-Module kommen zu einem sehr hohen Anteil aus China

Wer ist betroffen?

  • Deutschland (deutsche Importe und Exporte im Handel mit China)
  • Verbraucher und Unternehmen in Deutschland, die Produkte wie tragbare Computer, Smartphones, Lithium-Ionen-Akkus und Fotoelemente für die Energiewende importabhängig beziehen

Zahlen/Fakten?

  • 72,4 Milliarden Euro Importe Deutschlands aus China (Jan–Mai 2026); +6,2% ggü. Vorjahr
  • 14,0 Milliarden Euro Importe aus China im Mai 2026; +2,1% ggü. Mai 2025 (13,7 Milliarden Euro)
  • 81,8% tragbare Computer, 66,3% Smartphones, 64,1% Lithium-Ionen-Akkus und 86,1% Fotoelemente/Module/Tafeln aus China (Jan–Mai 2026)

Wie geht’s weiter?

  • Importüberschuss Deutschlands im Handel mit China steigt von 33,5 Milliarden Euro (Jan–Mai 2025) auf 42,8 Milliarden Euro (Jan–Mai 2026)
  • Exporte nach China sinken in Jan–Mai 2026 um 14,5 Prozent auf 29,6 Milliarden Euro
  • Wichtigste chinesische Importgüter bleiben Datenverarbeitungsgeräte und elektrische/optische Erzeugnisse sowie elektrische Ausrüstungen und Maschinen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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