Ifo-Institut: Preisdruck lässt etwas nach – Inflation bleibt hoch

29. Mai 2026
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Ifo-Institut: Preisdruck lässt etwas nach – Inflation bleibt hoch

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftsanalyse: Preiserwartungen in München

() – Etwas weniger Unternehmen planen, ihre Preise anzuheben. Die Ifo-Preiserwartungen sanken im Mai leicht auf 30,3 Punkte, von 31,3 im April.

„Zwar lässt der Preisdruck etwas nach. Dennoch dürften die Produzenten- und Verbraucherpreise in den kommenden Monaten spürbar steigen. Teurere Energie und knappere Vorprodukte erhöhen die Produktionskosten, die von den Unternehmen an ihre Kunden weitergegeben werden“, sagte Ifo-Forscherin Tiphaine Wibault. Nach den kräftigen Anstiegen der Preiserwartungen im März und April bleibt das Niveau weiterhin hoch.

Bei den Dienstleistern und im Handel haben die Preiserwartungen leicht nachgegeben, von 27,2 bzw. 54,3 Punkten im April auf 25,0 bzw. 48,7 im Mai. Auch im Verarbeitenden Gewerbe ist der Indikator von 34,4 auf 32,0 Punkte gesunken. Vor allem bei energieintensiven Unternehmen hat der Preisdruck nachgelassen: Der Indikator ging von 47,4 auf 41,8 Punkte zurück. Bei den nicht-energieintensiven Unternehmen sind die Preiserwartungen hingegen leicht gestiegen, von 29,9 auf 30,7 Punkte.

Die Punkte bei den Ifo-Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei +100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei −100. Der Saldo wurde saisonbereinigt. Das Ifo-Institut fragt nicht nach der Höhe der geplanten Preisänderung.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Tankstelle (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Ifo-Preiserwartungen sanken im Mai auf 30,3 Punkte.
  • Preisdruck lässt nach, dennoch steigen die Produktionskosten aufgrund teurer Energie und knapper Vorprodukte.
  • Preiserwartungen bei Dienstleistern und im Handel gingen leicht zurück.

Warum ist das wichtig?

  • Prognosen zur Preisentwicklung beeinflussen wirtschaftliche Entscheidungen von Unternehmen und Verbrauchern.
  • Anzeichen für anhaltenden Preisdruck erhöhen Unsicherheiten in der Wirtschaft.
  • Einblick in Branchenunterschiede bei Preiserwartungen hilft bei der Marktanalyse.

Wer ist betroffen?

  • Produzenten
  • Verbraucher
  • Dienstleister

Zahlen/Fakten?

  • Ifo-Preiserwartungen sanken im Mai auf 30,3 Punkte (April: 31,3 Punkte)
  • Preiserwartungen im Dienstleistungssektor sanken auf 25,0 Punkte (April: 27,2 Punkte)
  • Indikator für energieintensive Unternehmen fiel von 47,4 auf 41,8 Punkte

Wie geht’s weiter?

  • Teurere Energie und knappere Vorprodukte erhöhen Produktionskosten
  • Produzenten- und Verbraucherpreise dürften spürbar steigen
  • Preiserwartungen in verschiedenen Branchen zeigen unterschiedliche Trends
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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