Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Heizungsindustrie in Deutschland: Verkaufszahlen rückläufig
Berlin () – Die Heizungsindustrie hat im vergangenen Jahr 627.000 Geräte in Deutschland abgesetzt. Das ist der niedrigste Stand seit 2010.
Nach dem bereits starken Einbruch der Verkaufszahlen im Jahr davor stand damit 2025 erneut ein zweistelliges Minus in den Büchern: Der Absatz über alle Geräteklassen ging um zwölf Prozent zurück. Das geht aus der Jahresbilanz des Bundesverbandes der deutschen Heizungsindustrie (BDH) hervor, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet.
Vom bisherigen Bestseller der Branche, dem Gas-Brennwertkessel, gingen nur noch 229.000 Stück an die Kunden. Dies ist ein Rückgang um 36 Prozent innerhalb eines Jahres. Der Absatz der Ölheizung, den der russische Angriffskrieg 2022 angefacht hatte, fällt in sich zusammen: Im vergangenen Jahr wurden nur noch 22.500 Kessel verkauft, ein Minus von 74 Prozent.
Ein Verkaufsplus von 23 Prozent gab es ausgehend von einem niedrigen Niveau bei Biomasse-Heizungen. Insbesondere Öfen für Holzpellets (+38 Prozent) legten stark zu. Allerdings macht der Verkauf von 29.000 Biomasse-Verbrennern insgesamt weniger als fünf Prozent des Marktes aus.
Ein deutliches Plus verzeichnete nur der Absatz von Wärmepumpen. Die Geräte verkauften sich 2025 rund 299.000-mal. Mit einem Absatzplus von 55 Prozent im Jahresverlauf verdrängten sie den Gasbrennwertkessel von Platz 1 der beliebtesten Wärmeerzeuger in Deutschland. Im Gebäudebestand dominiert jedoch weiterhin die Gasheizung.
„Die Lage ist schwierig, die Heizungsindustrie steht vor wirtschaftlichen Herausforderungen“, sagte Markus Staudt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH). Er mahnt bei der Regierung „endlich stabile gesetzliche Vorgaben und Förderbedingungen“ an. Andernfalls sei mit „personellen Maßnahmen“ wie Stellenabbau und Kurzarbeit zu rechnen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ausbau einer alten Gasheizung (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Heizungsindustrie in Deutschland verkaufte 627.000 Geräte im Jahr 2025, der niedrigste Stand seit 2010.
- Absatz von Gas-Brennwertkesseln fiel um 36 Prozent und von Ölheizungen um 74 Prozent.
- Wärmepumpen erzielten ein Absatzplus von 55 Prozent und verdrängten Gasbrennwertkessel als beliebteste Wärmeerzeuger.
Warum ist das wichtig?
- Rückgang der Verkaufszahlen zeigt wachsende Schwierigkeiten in der Heizungsindustrie
- Dringlicher Bedarf an stabilen gesetzlichen Vorgaben und Förderbedingungen
- Warnung vor möglichen Arbeitsplatzverlusten durch wirtschaftliche Herausforderungen
Wer ist betroffen?
- Heizungsindustrie
- Kunden von Gas-Brennwertkesseln
- Beschäftigte in der Heizungsindustrie
Zahlen/Fakten?
- 627.000 Geräte abgesetzt, niedrigster Stand seit 2010
- Absatz über alle Geräteklassen um 12 Prozent zurückgegangen
- 229.000 Gas-Brennwertkessel verkauft, Rückgang um 36 Prozent
- 22.500 Ölheizkessel verkauft, Minus von 74 Prozent
- 299.000 Wärmepumpen verkauft, Absatzplus von 55 Prozent
Wie geht’s weiter?
- Forderung nach stabilen gesetzlichen Vorgaben und Förderbedingungen
- Möglichkeit von Stellenabbau und Kurzarbeit
- Weitere Entwicklungen im Absatz von Heizungsgeräten beobachten
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