"Grüne" Rechenzentren greifen auf Gas zurück

25. März 2026
1 min Lesezeit

"Grüne" Rechenzentren greifen auf Gas zurück

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Rechenzentren setzen auf Gaskraftwerke

() – Trotz gesetzlicher Vorgaben für erneuerbare Energien planen Betreiber von Rechenzentren eigene Gaskraftwerke. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, begünstigen fehlende Netzkapazitäten die lokale Stromversorgung mit fossiler Energie. „Das Stromnetz bietet nicht genügend Netzanschlusskapazitäten an den Orten, an denen Rechenzentren errichtet werden sollen“, sagte Ralph Hintemann, der die Versorgung von Rechenzentren beim Borderstep Institut analysiert.

So gibt es verschiedene Beispiele für Gaskraftwerke, die aktuell in der Planung oder im Bau sind und die Stromversorgung von Rechenzentren sichern sollen. So plant der Betreiber Edgeconnex in Maintal bei Frankfurt ein Rechenzentrum mit 170 Megawatt Leistung. Bis zum Anschluss ans Stromnetz im Jahr 2037 soll ein eigenes Gaskraftwerk den Strom liefern. Eon baut gemeinsam mit CyrusOne ein Kraftwerk mit 61 Megawatt (MW). In entsteht eine Anlage mit 54 Megawatt für die Notstromversorgung eines Rechenzentrums des Anbieters Green Mountain. In Birstein () soll die „Frank Cube power station“ der Argaman Group die Stromversorgung eines Rechenzentrums mit 200 MW Kapazität sichern.

Die Bundesregierung will die Kapazitäten bis 2030 auf sechs Gigawatt verdoppeln. Dennoch müssen ab 2027 Rechenzentren ihren Strom bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien beziehen. Betreiber können ihren Verbrauch jedoch über Zertifikate ausgleichen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gasleitung (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Betreiber von Rechenzentren planen eigene Gaskraftwerke trotz gesetzlicher Vorgaben für erneuerbare Energien.
  • Fehlende Netzkapazitäten begünstigen die lokale Stromversorgung mit fossiler Energie.
  • Mehrere Gaskraftwerke befinden sich in Planung oder im Bau, um Rechenzentren mit Strom zu versorgen.

Warum ist das wichtig?

  • Nutzung fossiler Energien trotz gesetzlicher Vorgaben fördert umweltpolitische Probleme.
  • Fehlende Netzkapazitäten behindern die effiziente Integration erneuerbarer Energien.
  • Langfristige Abhängigkeit von Gaskraftwerken könnte die Klimaziele gefährden.

Wer ist betroffen?

  • Betreiber von Rechenzentren
  • Ralph Hintemann
  • Argaman Group

Zahlen/Fakten?

  • 170 Megawatt Leistung für Rechenzentrum in Maintal bis 2037
  • 61 Megawatt Kraftwerk für Rechenzentrum von Eon und CyrusOne
  • 54 Megawatt Anlage in Mainz für Notstromversorgung eines Rechenzentrums

Wie geht’s weiter?

  • Planung und Bau von Gaskraftwerken zur Stromversorgung von Rechenzentren
  • Verdopplung der Kapazitäten bis 2030 auf sechs Gigawatt
  • Ab 2027 müssen Rechenzentren 100% ihres Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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